Der Namenszug Rüd Blass verschwindet bald von der Fassade der Zürcher Börse: Die Privatbank soll bis Mitte 2009 in die Deutsche Bank integriert werden.

Im August dieses Jahres hat der Vorsitzende der Geschäftsleitung Stefan Mächler das Tochter-Institut der Deutschen Bank nach kurzem Gastspiel verlassen. Die NZZ hat darüber schon berichtet. Wie die Deutsche Bank Schweiz gegenüber finews.ch erklärt, nahm sie dieses Ereignis zum Anlass, «alle strategischen Optionen neu zu überprüfen, nachdem die Deutsche Bank mit ihrem Private Wealth Management Geschäft und ihrer Marke erfolgreich im Schweizer Markt agiert.»


Vor diesem Hintergrund habe sich die Bank entschieden, «im Laufe des nächsten Jahres die Privatbank Rüd Blass & Cie AG mit der Deutsche Bank (Schweiz) AG zu verschmelzen, vorbehaltlich der Zustimmung der Regulatoren». Erst seit heute Mittwoch ist Mächler auf der Website von Rüd Blass nicht mehr als CEO geführt. Im Handelsregister hat er indes diese Funktion noch inne.

Kommt es zum Personalabbau?

Welche Konsequenzen die Fusion für die Mitarbeiter von Rüd Blass haben, wollte ein Sprecher der Deutschen Bank Schweiz so wenig beantworten, wie die Frage nach der künftigen Rolle des Präsidenten des Verwaltungsrates von Rüd Blass, Rolf Hänggi. Zu Personalien nehme die Bank «grundsätzlich keine Stellung». Die Spekulation, dass es eher zu einem Personalabbau als zu einem Ausbau kommen wird, ist deshalb zulässig. Offene Stellen hat die Zürcher Privatbank derzeit keine ausgeschrieben.

Die Marke Rüd, Blass bleibe für das Beratungsgeschäft erhalten, meldet die Deutsche Bank weiter. Welche Konsequenzen die Fusion für die Kunden hat, wird nicht kommentiert. Die Rüd-Blass-Kunden sind über die Integration in die Deutsche Bank noch nicht informiert. Aus dieser Tatsache darf man aber noch nicht schliessen, dass sich für sie nichts ändert.

Die Deutsche Bank erwarb Rüd Blass 2003 von der Zurich Financial Services; die Privatbank war 1961 entstanden. Der Fall erinnert an das Schicksal der Guyerzeller-Bank: Die Privatbank, seit 1998 im Besitz von HSBC, soll ebenfalls mit der hiesigen Privatebanking-Tochter von des britischen Finanzkonzerns verschwinden. Die im 19. Jahrhundert gegründeten Guyerzeller-Bank soll als eigene Marke verschwinden.

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