Scheidender SIX-Mann: Noch gibt es viel zu tun

Stefan Lüchinger, Geschäftsleitungsmitglied der SIX Swiss Exchange, hat sich am Montag verabschiedet. Er tat das mit Stil, zog ein Fazit und warf einen Blick voraus.

Es ist eher unüblich, dass ein scheidendes Geschäftsleitungsmitglied sich nicht nur mündlich bei den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, sondern auch noch schriftlich bei Geschäftspartnern, Bekannten usw. verabschiedet. Genau das tat aber das langjährige SIX-Geschäftsleitungsmitglied Stefan Lüchinger am Montag, seinem letzten Arbeitstag für die Schweizer Börse.

Enorme Entwicklung in der Selbstregulierung

In einem Schreiben vergleicht Stefan Lüchinger, bis zu seinem Ausscheiden verantwortlich für Listing & Enforcement der SIX Exchange Regulation, den Stand der Regulierung und Durchsetzung im Bereich der Emittenten im Jahre 2000 mit dem Stand von heute. Sein Fazit: Es hat eine enorme Entwicklung im Bereich der Selbstregulierung stattgefunden.

Beachtliche Fortschritte in der Corporate Governance

Waren Schweizer börsenkotierte Emittenten früher gar nicht auf der europäischen Corporate Governance Landkarte zu finden, schneide die Corporate Governance von Schweizer börsenkotierten Gesellschaften heute im europäischen Bereich regelmässig mit sehr guten Plätzen ab, konstatiert Stefan Lüchinger.

Sein weiteres Fazit: Verglichen mit dem Stand im Jahr 2000 seien Emittenten heute sehr viel transparenter geworden. Selbst wenn bei einigen Emittenten gelegentlich Regeln verletzt würden, gäben sich die Emittenten grosse Mühe, die Bestimmungen einzuhalten.

Neue Themen am Horizont

Doch nach Ansicht von Stefan Lüchinger würden sich bereits neue Themen abzeichnen, bei denen sich die Selbstregulierung überlegen müsse, wie sie sich dazu stellen möchte. Überdies gebe es Erkenntnisse aus der Wirtschaftspraxis, der Rechtssprechung und der Forschung, sowie Neuerungen aus Gesetzen in das bestehende Regelwerk zu integrieren und dabei gleichzeitig auch Mängel der geltenden Regeln zu korrigieren.

Auf der institutionellen Ebene findet sich gemäss Stefan Lüchinger noch offene Punkte, wie die Haftung der Selbstregulierungsorgane, die Rechtsstellung von Aktionären bei Dekotierungen und in den Verfahren der Börse generell.

Dauerbrenner

Als Dauerbrenner erachtet er die Frage der angemessenen Vertretung der Investoren bei der Rechtsentwicklung, der Rechtsschutz für die Verfahrensbeteiligten sowie die Austarierung des Einflusses der Finma im Rahmen des Selbstregulierungskonzepts. Schliesslich gehe es um die Frage nach einer glaubwürdigen unabhängigen Selbstregulierung innerhalb einer gewinnorientierten Unternehmung, schreibt Stefan Lüchinger.

 

 

 

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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