Private Client Bank hat die beste Website der Schweiz

Nur knapp ein Fünftel der Banken-Websites funktionieren zufriedenstellend. Die EFG Bank schneidet am schlechtesten ab, zeigt eine neue Studie.

Sitemorse, eine schweizerisch-englische Web-Audit-Firma mit Sitz in Weinfelden TG, hat die Webseiten der Schweizer Banken auf ihre Funktionalität, Zugriffsgeschwindigkeit, die Einhaltung der Internet-Accessibility-Standards sowie auf Codequalität geprüft. Dabei erreichten nur 17 Prozent der Banken-Websites eine zufriedenstellende Note von 7 oder höher (Bestnote 10).

Die Bestnote unter den Schweizer Banken erreichte mit 8,92 die Zürcher Private Client Bank. Am Ende der Tabelle, auf Rang 252, landete mit der Note 1,41 die EFG Bank European Financial Group SA. Die Webseite der EFG zeichnet sich aus durch eine unzureichende Performance sowie durch fehlende Metadaten (Titel und Umschreibungen). Sie erfüllt auch die Anforderungen an die Webcode- und Accessibility-Standards nicht.

UBS und Credit Suisse mittelmässig

Die Webseiten der Grossbanken UBS und Credit Suisse wurden in der Studie mittelmässig bewertet. Die UBS fällt mit einer Note 5,2 auf den 130. Rang und die Credit Suisse mit 5,25 nur wenig besser auf den 126. Rang. Dies ist umso erstaunlicher als beispielsweise die UBS nach eigenen Angaben anstrebt, die Accessibility Standards des World Wide Web Consortiums «W3C» so weit wie möglich zu erfüllen (so zu lesen auf ihrer eigenen Webseite). Konkret ist dies aber nicht der Fall. Viele ihrer getesteten Seiten erreichten diese Standards (50% verfehlen level A / priority 1 und alle Seiten verfehlen level AA / priority 2) nicht.

Schlecht schnitt die Seite der Svenska Handelsbanken SA, die mit einer Benotung von 3,86 am weitesten zurückfiel. Sie verlor seit der letzten Erhebung im November 2008 138 Plätze und belegt nun den 204. Rang. Umgekehrt machte die Hyposwiss Private Bank 160 Plätze gut und figuriert nun mit einer Benotung von 7,31 auf dem 25. Rang.

Die besten zehn Webseiten

1. Private Client Bank
2. BANCA GESFID
3. Rothschild Bank AG
4. Bank Zweiplus AG
5. Ersparniskasse Speicher
6. Arzi Bank AG
7. Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie. (Schweiz) AG
8. Regiobank Solothurn AG
9. La Roche & Co Banquiers
10. LBBW (Schweiz) AG

Die schlechtesten fünf Webseiten

248. Royal Bank of Canada (Suisse)
249. Bank in Zuzwil
250. Investec Bank (Switzerland) AG
251. Banque Cantonale du Jura
252. EFG Bank European Financial Group SA

Die besten 10 Seiten, auf denen die E-Mail-Adressen einwandfrei funktionieren:

1. Bank Zweiplus AG
2. Bank Sal. Oppenheim jr. & Cie. (Schweiz) AG
3. LBBW (Schweiz) AG
4. M. M. Warburg Bank (Schweiz) AG
5. Lienhardt & Partner Privatbank Zürich AG
6. FAISAL PRIVATE BANK (Switzerland) SA
7. Banque Cramer & Cie SA
8. Privatbank Von Graffenried AG
9. P&P Private Bank AG
10. Basellandschaftliche Kantonalbank

Ausführliche Informationen zur Studie auf diesem Link.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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