Bankenwert: Der Preis der Skandale

Was sind die wertvollsten Banken-Brands der Welt? Die Marken der Schweizer Geldhäuser zählen laut einer neuen Erhebung offenbar immer weniger dazu.

Trotz Eurokrise oder Basel-III-Debatten hat sich der Markenwert der grössten 500 Banken der Welt deutlich erhöht: Dies errechnete das britische Fachmagazin «The Banker». Von 746,8 Milliarden Dollar steigerte sich der Gesamtwert dieser Häuser im letzten Jahr auf 860,7 Milliarden Dollar.

Doch während sich vor allem US-Banken hervorragend schlugen, erlebten andere ein weniger gutes Jahr – unter anderem auch Schweizer Institute.

Die wertvollste Bankenmarke ist jetzt Wells Fargo: Das Haus aus San Francisco überholte die britische HSBC, welche im Vorjahr 2011 auf dem ersten Platz gelegen hatte. Auch J. P. Morgan konnte sich vor die – bekanntlich durch Geldwäscherei-Turbulenzen gebeutelte – HSBC setzen. Wells Fargos Markenwert liegt mittlerweile bei 26 Milliarden Dollar, so die Berechnungen im Auftrag von «The Banker».

Der Preis der Basler Kantonalbank.

Zu den grössten Verlierern zählt die Banque Privée Edmond de Rothschild, die 132 Plätze verlor und nun auf Rang 420 gelandet ist. Auch die Basler Kantonalbank findet sich unter den Top-Verlierern. Nach dem ASE-Skandal und den Streitigkeiten wegen US-Kunden verlor die Kantonalbank 138 Plätze und kam auf Rang 441. Der Markenwert der beiden Institute beträgt 198 beziehungsweise 181 Millionen Dollar.

Credit Suisse und UBS schafften es nur in den Unter-Bereichen Asset/Wealth Management und Investmentbanking in die oberen Ränge. Die CS landete hier den Plätzen 2 und 4, die UBS auf 3 und 7.

Russland und China auf dem Vormarsch

Nach Ländern erreicht die Schweiz, was den kumulierten Markenwert ihrer Banken betrifft, mit rund 22 Milliarden den elften Platz. Russland ist ihr mit einem Wert von rund 20 Milliarden auf den Fersen – es war auch einer der grossen Gewinner der vergangenen Jahre. Um 453 Prozent hat sich der Wert der russischen Institute in den vergangenen fünf Jahren gesteigert. China, im Gesamt-Ranking auf Platz 2, steigerte sich um 338 Prozent.

Die 10 wertvollsten Bank-Marken der Welt:

1. Wells Fargo, Markenwert 26 Milliarden Dollar

2. J. P. Morgan Chase, Markenwert 23,5 Milliarden Dollar

3. HSBC, Markenwert 23 Milliarden Dollar

4. Bank of America, Markenwert 22 Milliarden Dollar

5. Citi, Markenwert 21 Milliarden Dollar

6. Santander, Markenwert 20 Milliarden Dollar

7. ICBC, Markenwert 19 Milliarden Dollar

8. American Express, Markenwert 19 Milliarden Dollar

9. BNP Paribas, Markenwert 18 Milliarden Dollar

10. China Construction Bank, Markenwert 17 Milliarden Dollar

 

• Das ganze Ranking: «The Top 500 Banking Brands 2013»

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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