Ein Eldorado für Banker

Wo werden die Investmentbanker besonders reich? Zum Beispiel in Hongkong. Aber auch in Zürich. Hier sind die neusten Zahlen zu den Lohnniveaus in den grössten Finanzzentren der Welt.

Die fettesten Pfründen für Banker finden sich in London, New York und Hongkong – aber auch in der Schweiz. Zu diesem Schluss führt eine neue Auswertung von Daten des Lohnrechners Emolument.

Die britische Benchmarking-Site für Boni und Saläre sammelt und kontrolliert Selbstangaben von mittlerweile über 18'000 Angestellten der Finanzbranche aus aller Welt – auch aus der Schweiz.

Ausgewertet wurden diesmal die Saläre und Boni, die man im Range eines Director in elf Finanzzentren erhält. Und zwar stammen die Daten diesmal aus dem Investmentbanking und dem Handelsgeschäft.

Boni Fixloehne IB Emolument 2013

Blau: Grundlohn. Rot: Bonus. Jeweils Medianwerte. Angaben in Franken


Dass die höchsten Gesamtwerte in Hongkong erreicht werden, dürfte manchen erstaunen. Unter Berücksichtigung der Steuerbelastung und der Lebenshaltungskosten dürfte man am Perlenfluss als Investmentbanker unter dem Strich einen besonders guten Schnitt machen.

Grosser Markt, grosses Salär

«Es überrascht nicht, dass die Saläre auf dem Niveau Director in grossen Zentren wie London und New York klar höher sind als in kleineren Märkten wie Madrid und Mailand», sagt Robert Benson, der CEO von Emolument. «Dies trifft auch auf anderen Hierarchiestufen zu.» Aber das Ausmass der Unterschiede sei hier schon sehr signifikant. 

Die neue Auwertung untermauert zugleich andere Daten, die von Emolment im Bereich Wealth- und Asset-Management erarbeitet wurden – und zwar unterschieden nach einigen wichtigen Finanzzentren sowie nach den vier Hierarchiestufen Managing Director, Director, Vice President (in der Regel zu übersetzen mit Vizedirektor) und Associate (meist analog dem Handlungsbevollmächtigten).

Dabei zeigte sich:

  • Das Personal in London schneidet eher schlechter ab als sein Ruf. Und zwar erscheint die City in allen Hierarchiestufen im unteren Feld. Bedeutsam ist hier natürlich, dass es diesmal um Daten aus dem Vermögensverwaltungs-Bereich geht; aber auch die – oben erwähnten – Zahlen der Investmentbanker deuten an, dass der Ruf von London doch einen Tick besser ist als die reale Entlöhnung.
  • Auf der höchsten Hierarchiestufe des Managing Director passen die Daten noch einigermassen zu den gängigen Erwartungen. Die Wall-Street-Leute schwingen klar obenaus, wobei – wenig erstaunlich – die überaus gewichtige Bonus-Komponente den entscheidenden Tick ausmacht.
  • Doch bereits hier fallen Genf und Zürich mit herausragenden Positionen auf.

Managing Director Wealth Management und Asset Management: Fixlöhne und Boni in 7 Finanzzentren

Emolument WM Cities MD kopie


  • Der Graben zwischen den Löhnen wird umso kleiner, je tiefer man in der Hierarchie geht.
  • Auffällig auch, dass Paris niemals im vorderen Bereich landen kann, mit keiner Hierarchiestufe.

Grundlohn und Boni: Stufe Director — Wealth Management und Asset Management

Emolument WM Cities Director

Stufe Vice President

Emolument WM-Cities VD

Stufe Associate

Emolument WM Cities Associate

Insgesamt machen die Daten von Emolument den Unterschied zwischen einer kontinentalen und einer angelsächsischen Kultur sehr deutlich. Auf der untersten Hierarchiestufe des Associate kommt es regelrecht zu einer Umkehrung: Die angelsächsischen Finanzzentren finden sich plötzlich auf der unattraktiven Seite wieder.

Rechnet man noch die steuerliche Belastung und die Lebenshaltungkosten hinein, so erscheint das Job- und Lohn-Angebot in der Schweiz doch klar im Vorteil.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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