Valiant: Einbruch beim Gewinn 2013

Für die Regionalbank war 2013 ein Umbruch- und Umbaujahr. Dabei verschwand auch fast jede zehnte Stelle.

Die Valiant Bank erzielte 2013 einen Konzerngewinn von 91,4 Millionen Franken – ein Minus von 28 Prozent. Dennoch will der Verwaltungsrat eine gleichbleibende Dividende von 3,20 Franken beantragen; dies unter Hinweis auf die solide Finanz- und Kapitalstruktur des Hauses.

Der Rückgang beim Gewinn ergab sich aus Bereinigungen, Abschreibungen und Rückstellungen insbesondere im grenzüberschreitenden Geschäft. Ohne Berücksichtigung der einmaligen Sondereffekte wäre das operative Ergebnis um 12,1 Millionen Franken höher ausgefallen als im Vorjahr; nun erreichte der operative Gewinn 84,9 Millionen Franken.

«Die 2013 getroffenen Massnahmen zur Bereinigung waren wichtig und richtig, um die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Dennoch ist der Konzerngewinn für eine Bank unserer Grössenordnung deutlich zu tief», sagt Markus Gygax, der seit Oktober amtierende CEO. 

Bei den Kundengeldern verzeichnete Valiant 2013 eine leichte Zunahme um 59 Millionen Franken auf  17,4 Milliarden Franken.

Die Kundenausleihungen stiegen letztes Jahr um 1,2 Prozent auf 21,8 Milliarden Franken – man habe die Zahl bewusst tief gehalten und betreibe eine vorsichtige Risikopolitik, so die Erklärung. Valiant strebt im Bereich der Ausleihungen zukünftig ein Wachstum von 2 Prozent an.

Der Erfolg im Zinsengeschäft lagt mit 257,4 Millionen Franken rund 7,8 Prozent unter dem Vorjahr liegt. 

Der Bruttoerfolg lag mit 376,7 Millionen Franken auf Vorjahreshöhe, und auf Stufe Bruttogewinn verzeichnete Valiant einen Anstieg um 4,5 auf 57,3 Millionen Franken.

Der Erfolg im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ging um 2,4 Prozent auf 65,6 Millionen Franken zurück; dieser Rückgang begründet sich durch die Veräusserung der Investas.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm wegen tieferen Erträge aus dem Devisen- und Edelmetallgeschäft um 7,3 Prozent auf 13,5 Millionen Franken ab.

Auf der anderen Seite konnte der Geschäftsaufwand um 8,0 Millionen auf 219,4 Millionen Franken reduziert werden. 

Deutlich war denn auch der Rückgang beim Personal: Per Ende letzten Jahres hatte das Unternehmen 885 Vollzeitstellen – 101 weniger als ein Jahr zuvor.

Die Cost/Income-Ratio sank ebenfalls, sie betrug per Ende letzten Jahres 58,3 Prozent.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

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