Swissquote: Forex-Expansion schmälert Gewinn

Die Online-Tradingbank hat im ersten Halbjahr ihrer Akquisitionsstrategie Tribut gezahlt: Die höheren Betriebskosten schmälerten den Gewinn.

Swissquote erreichte im ersten Halbjahr noch einen Reingewinn von 11,1 Millionen Franken, was 18 Prozent weniger ist als im Vorjahr, wie die Online-Bank am Dienstag mitteilte. Der Neugeldzufluss stieg aber um 20,3 Prozent auf 456,4 Millionen Franken.

Grund für das schlechtere Ergebnis seien die Betriebskosten, welche im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent gestiegen seien. Ein grosser Teil der Zunahme sei auf die Integration der MIG Bank zurückzuführen.

Ertrag aus Devisenhandel wichtiger Pfeiler

Swissquote rechnet aber in den kommenden zwölf Monaten mit einsetzenden Synergieeffekten, was die Mehrkosten deutlich reduzieren werde. Die technische Integration der MIG Bank habe sich zeitlich verzögert, werde aber im dritten Quartal abgeschlossen sein.

Die MIG Bank macht sich im Ertragsmix bereits deutlich bemerkbar: So macht der Ertrag aus dem Devisenhandel bereits 28 Millionen Franken aus, was annähernd die Hälfte am Gesamtertrag sei. Allerdings lag das Handelsvolumen mit 437,7 Milliarden Dollar im ersten Halbjahr noch deutlich unter dem angestrebten Ziel von 500 Milliarden Dollar pro Halbjahr.

Insgesamt spürte die Online-Bank nach wie vor die Zurückhaltung der Kunden bei Handelsaktivitäten, was auch auf die tiefe Volatilität in den Märkten zurückzuführen sei. Für das ganze Jahr rechnet Swissquote mit einem Gesamtertrag von 145 Millionen Franken und einem Neugeldzufluss von 1 Milliarde Franken.

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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