Veteran bei Julius Bär tritt ab

Ein Private Banker mit drei Jahrzehnten an Branchenerfahrung verlässt die Traditionsbank Ende dieses Jahres und tritt in den Ruhestand. Ein Nachfolger ist noch nicht bestimmt.

Bildschirmfoto 2014-12-04 um 07.14.44Bernard Keller (Bild), der mehr als zwanzig Jahre für die Julius-Bär-Gruppe tätig war, wird auf Ende 2014 in den Ruhestand treten und die Geschäftsleitung der Gruppe  verlassen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Seine Nachfolge soll «zu gegebener Zeit» bekanntgegeben werden.

Der 61-jährige Keller hat laut weiteren Angaben bei der Transformation von Julius Bär eine entscheidende Rolle gespielt. Als CEO von BDL Banco di Lugano, einer der drei 2005 von der UBS übernommenen Privatbanken, hat er wesentlich zum Erfolg dieser wegweisenden Transaktion beigetragen.

Treibende Kraft

Als Mitglied der Geschäftsleitung der Bank Julius Bär war er nachfolgend verantwortlich für das Privatkundengeschäft in den strategischen Märkten Südschweiz und Italien. Später war er die treibende Kraft hinter der strategischen Initiative, das bisher regional organisierte Privatkundengeschäft in der Schweiz in einer neuen, einheitlichen Marktregion Schweiz zusammenzuführen.

Jüngst war er verantwortlich für die Integration von Merrill Lynchs International-Wealth-Management-Geschäft in der Schweiz. Keller trat am 1. Januar 2010 als Private Banking Representative in die Geschäftsleitung der Julius-Bär-Gruppe ein.

Gute Kombination

Boris Collardi, CEO von Julius Bär, sagt zum Abgang von Bernhard Keller: «Wir können uns glücklich schätzen, dass wir während den vergangenen mehr als zwanzig Jahren auf die Unterstützung von Bernard Keller zählen durften. Er kombinierte grosse Erfahrung im Private Banking und ausgeprägten Geschäftssinn mit einer gewinnenden Persönlichkeit, die ihn zu einer angesehenen Führungsperson und einem erfolgreichen Manager machten.»

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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