Kantonalbanken: Krisengewinner?

Die Zürcher Kantonalbank steigerte den Halbjahresgewinn um fast 40 Prozent. Der Zustrom an Geld hielt an, wenn nicht so dramatisch wie zuvor.

Neue Kunden, aber nicht mehr so dramatisch viele wie in der zweiten Jahreshälfte 2008: Dies eine Entwicklung, die sich im Halbjahresausweis der Zürcher Kantonalbank spiegelt (und die auch – siehe unten – bei vielen anderen Staatsinstituten spürbar wurde).

Bei der ZKB stiegen die verwalteten Kundenvermögen um 6 Prozent auf 128,8 Milliarden Franken, das Net New Money betrug 3,7 Milliarden Franken. Spürbar wurde dabei, dass die ZKB im Bereich der Firmen und Institutionellen Kunden verlor, der Abfluss betrug hier 1,2 Milliarden Franken.

Der Bruttogewinn stieg um 63 Prozent auf 581 Millionen Franken. Der Gewinnsprung erklärt sich mit dem deutlich besseren Handelsgeschäft im Rahmen der erholten Finanzmärkte; hier stieg der Ertrag von 18 auf 349 Millionen Franken.

Im Zinsgeschäft – bekanntlich der wichtigsten Ertragsquelle der ZKB – sanken die Einnahmen um 10 Prozent auf 575 Millionen Franken.

Der Reingewinn kletterte um 37 Prozent auf 414 Millionen Franken.

Für das laufende Jahr erwartet die Zürcher Kantonalbank ein besseres Ergebnis als 2008.

Die Halbjahresabschlüsse der grössten zwölf Kantonalbanken, drei Kennzahlen im Vergleich:

Zürcher Kantonalbank:
Bruttogewinn: 581 Millionen Franken, plus 63 Prozent
Reingewinn: 414 Millionen Franken, plus 37 Prozent
Kundengelder: 128,8 Milliarden Franken, plus 6 Prozent.

Waadtländer Kantonalbank:
Bruttogewinn: 228 Millionen Franken, plus 37 Prozent
Reingewinn: 136 Millionen Franken, minus 29 Prozent.
Kundengelder: 71,4 Milliarden Franken, plus 7 Prozent.

St. Galler Kantonalbank:
Bruttogewinn: 131 Millionen Franken, plus 4,8 Prozent
Reingewinn: 85,3 Millionen, minus 4,9 Prozent
Kundengelder: 38,9 Milliarden Franken, plus 5,9 Prozent

Basler Kantonalbank:
Bruttogewinn: 177 Milionen Franken, plus 23,5 Prozent
Reingewinn: 144,1 Millionen Franken, plus 23,5 Prozent
Kundengelder: 27,9 Milliarden Franken, plus 8,5 Prozent

Luzerner Kantonalbank:
Bruttogewinn: 117,6 Millionen, plus 0,1 Prozent
Reingewinn 70,2 Millionen, minus 3,8 Prozent
Kundengelder: 25,7 Milliarden Franken, plus 3,7 Prozent.

Graubündner Kantonalbank:
Bruttogewinn: 111 Millionen, plus 12 Prozent
Reingewinn: 66,5 Millionen Franken, plus 16,2 Prozent
Kundengelder: 23,7 Milliarden Franken, plus 1,7 Prozent.

Berner Kantonalbank:
Bruttogewinn: 112 Millionen Franken, minus 0,5 Prozent
Reingewinn: 54,9 Millionen Franken, plus 4 Prozent
Kundengelder: 19 Milliarden Franken, plus 6,8 Prozent

Genfer Kantonalbank:
Bruttogewinn: 57,1 Millionen, plus 6,4 Prozent
Reingewinn: 37,8 Millionen Franken, minus 4,8 Prozent
Kundengelder: 17,4 Milliarden Franken, plus 4,3 Prozent.

Aargauer Kantonalbank:
Bruttogewinn: 99,9 Millionen Franken, plus 3,6 Prozent
Reingewinn: 54,1 Millionen Franken, plus 4,5 Prozent
Kundengelder: 14,4 Milliarden, plus 0,2 Prozent.

Freiburger Kantonalbank:
Bruttogewinn: 72,3 Millionen Franken, plus 5,5 Prozent
Reingewinn: 40,9 Millionen Franken, plus 7,3 Prozent
Kundengelder: 9,3 Milliarden Franken, plus 12,6 Prozent

Walliser Kantonalbank:
Bruttogewinn: 57,8 Millionen Franken, plus 4,4 Prozent
Reingewinn: 25,7 Millionen Franken, plus 4,8 Prozent
Kundengelder: 7,4 Milliarden Franken, plus 6,3 Prozent

Basellandschaftliche Kantonalbank:
Bruttogewinn: 99 Millionen Franken, plus 10,7 Prozent.
Reingewinn: 45,2 Millionen, plus 10,3 Prozent
Kundengelder: 7,34 Milliarden Franken, plus 11,3 Prozent.

Die Zürcher Kantonalbank hat derzeit 41 Stellen ausgeschrieben.

Das Communiqué mit allen Angaben zum Halbjahres-Ergebnis.

 

 

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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