Neuer Top-Job für Michael Bär

Michael Bär, der Urenkel des Gründers der Zürcher Traditionsbank Julius Bär, wird Verwaltungsratspräsident eines aufstrebenden Finanzinstituts in der Schweiz.

Die in Lugano ansässige Arner Bank hat Michael Bär (Bild) zu ihrem Präsidenten des Verwaltungsrats ernannt, wie das Unternehmen Informationen von finews.ch bestätigte und auch dem Schweizerischen Handelsamtsblatt zu entnehmen ist.

Michael Bär tritt die Nachfolge von Kurt Schiltknecht an, der gemäss weiteren Angaben aus dem Gremium ausscheidet.

Mehr als 20-jährige Erfahrung

Der neue Arner-Bank-Präsident ist – wie Schiltknecht, dem langjährigen Weggefährten von Financier Martin Ebner – eine bekannte Persönlichkeit in der Finanzbranche. Wie erinnerlich bringt er eine lange Erfahrung im Private Banking, in der Corporate Finance, im Handel sowie in der IT und Compliance mit.

Er hatte bereits verschiedene Leitungspositionen bei Julius Bär Holding inne und ist der Cousin des heutigen Ehrenpräsidenten von Julius Bär, Raymond J. Bär.

Heute ist er Vorsitzender der Baer Capital Partners und Charlemagne Capital, einem Asset Manager, der auf Schwellenländer-Investments spezialisiert ist. Zudem sitzt er im im Verwaltungsrat der FinOps, einer Firma, die operationelle sowie Reporting- und Compliance-Dienstleistungen für Vermögensverwalter und Family Offices anbietet. Bis im Dezember 2014 war Bär auch Verwaltungsratsmitglied der von Abu Dhabi aus kontrollierten Schweizer Falcon Private Bank.

Auch in Landwirtschaftsprojekten engagiert

Neben seiner Tätigkeit im Bankwesen ist Bär auch in verschiedenen Landwirtschaftsprojekten in Indien beteiligt sowie an Private-Equity-Investitionen auf dem Subkontinent.

Zu seiner neuen Aufgabe sagte Bär: Im vergangenen Jahr hat die Arner Bank bereits erhebliche Fortschritte für ein nachhaltiges Wachstum und einen langfristigen Erfolg gemacht. Ich freue mich, in das Amt gewählt worden zu sein, jetzt, da die Bank die nächste Etappe ihrer langen Geschichte antritt.»

Mexikanischer Einfluss

Arner Bank 500

Wie finews.ch bereits im vergangenen Dezember berichtete ist die in Lugano domizilierte Arner Bank heute Teil der in Zürich domizilierten Beteiligungsgesellschaft Ixe Capital. Hinter dem Kürzel Ixe steht die ebenfalls in Zürich ansässige Ixe Group der ursprünglich mexikanischen Familie Garcia Alvarez, die hierzulande durch den 37-jährigen Alejandro Garcia Alvarez vertreten wird.

Die Familie ist weltweit im Agrarbusiness tätig und verfügt in den USA, Mexiko, Bolivien und Peru über riesige Ländereien (2 Millionen Hektaren an Farmland), die sie unter anderem mit Kartoffeln, Zwiebeln, Spargeln, Avocados, Bananen, Quinoa und Ananas bewirtschaftet.

Neue Geschäftsstelle in Zürich

Aus Sicherheitsgründen liess sich die weit verzweigte Familie Garcia Alvarez schon vor Jahren ausserhalb Mexikos nieder, unter anderem in der Schweiz. Gemäss «Reichsten-Liste» des Schweizer Wirtschaftsmagazin «Bilanz» besitzt die Familie ein Vermögen zwischen 250 und 300 Millionen Franken. Bereits vor Jahresfrist liess Alejandro Garcia Alvarez gegenüber der «NZZ am Sonntag» verlauten, eine Schweizer Privatbank zu eröffnen respektive übernehmen zu wollen. Das ist inzwischen mit der Arner Bank der Fall.

Das Institut ist in den Bereichen Private Banking, Wealth Management und Investment Services tätig. Im vergangenen November eröffnete sie eine Geschäftsstelle in Zürich. Diese dürfte nach den Worten von Arner-CEO Giulio Romani eine zentrale Bedeutung erhalten. Die Ernennung von Michael Bär zum Arner-Bank-Präsidenten unterstreicht diese Absicht.

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Der Hedgefondsanbieter Gottex hat die Publikation seiner Halbjahreszahlen verschoben. Das Unternehmen begründet die Verschiebung mit einem Verzug in den Verhandlungen um eine zweite Finanzierungstranche nach den Rekapitalisierungs-Massnahmen vom Sommer.

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