Banken: An der Jobfront bleibt es kritisch

Der schmerzhafte Aderlass bei den Finanzjobs reisst auch 2015 nicht ab. Dies ergab eine weltweite Umfrage unter Investoren, Analysten und Händlern.

Für das noch junge Jahr 2015 erwarten Investoren, Analysten und Händler weitere Stellenstreichungen bei Banken. So lautet der Tenor von über 80 Prozent der Befragten in einer vierteljährlichen globalen Umfrage der Nachrichtenagentur «Bloomberg».

Knapp zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass der Abbau der Arbeitsplätze Finanzhäuser rund um den Globus betreffen. Jeder Fünfte ist der Ansicht, dass Häuser in Europa die meisten Stellen zusammenstreichen.

Lage immer noch unstabil

Nur 1 Prozent der Mitte Januar 2015 durchgeführten Umfrage erwartet, dass sich der Abbau auf die USA konzentriert. Und nur 8 Prozent der 480 Teilnehmer sind optimistisch, dass die Banken in diesem Jahr neue Stellen schaffen werden.

«Starke Marktbewegungen, eine langsame Konjunkturerholung, die regulatorische Bürde – all das begrenzt die Aktivitäten der Banken», sagte Daniel Baker, Analyst beim Analysehaus Informa Global Markets und Umfrageteilnehmer. «Wir werden weitere Stellenstreichungen in dem Sektor sehen, bis sich die Lage stabilisiert.»

Grosse Häuser streichen Jobs

Europäische Banken haben in diesem Jahr bereits Stellenstreichungen angekündigt. Die britische Standard Chartered will 4'000 Arbeitsplätze im Consumer-Banking abbauen. Auch die Deutsche Bank erwägt im Rahmen einer strategischen Neuordnung Stellenstreichungen und Assetverkäufe, wie eine informierte Person der Nachrichtenagentur «Bloomberg» sagte.

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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