UBS: Axel Webers Nebenjobs ernten Kritik

Axel Weber

UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber

Die Absicht von UBS-Präsident Axel Weber, den Kuratoriumsvorsitz beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung zu übernehmen, sorgt für Kritik.

Axel Weber sei als UBS-Verwaltungsratspräsident viel zu wenig sichtbar, sagt Monika Roth, Anwältin und Dozentin am Institut für Finanzdienstleistungen Zug, gegenüber der «NZZ am Sonntag» von diesem Wochenende (Artikel kostenpflichtig).

«Die Aufgabe verlangt mehr Präsenz. Vor allem bei der Aufarbeitung der juristischen Probleme müsste Weber aktiver agieren», so Roth im Klartext. Weber soll am 20. November vom Kuratorium des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) gewählt werden und die Nachfolge von Bert Rürup antreten, der laut der «NZZ am Sonntag» zeitweise zwei Tage pro Woche für das Ehrenamt reservieren müsse.

Mandate aus Eitelkeit?

Zuletzt sei der Zeitaufwand jedoch gesunken. Dennoch sagt Wirtschaftsanwältin Roth: «Ein hauptamtlicher Verwaltungsratspräsident, der zu viele externe Aufgaben übernimmt, gefährdet seine Glaubwürdigkeit. Es entsteht der Eindruck, dass Mandate aus Eitelkeit angenommen werden.»

Die UBS legte gegenüber finews.ch Wert darauf, dass die Sitzungen des Kuratoriums des DIW Berlin zwei Mal pro Geschäftsjahr stattfänden und jeweils rund drei Stunden dauerten. «Der darüber hinausgehende Zeitaufwand ist nicht sehr intensiv, dies entspricht auch der Einschätzung des DIW. Als ehrenamtliche Tätigkeit wäre diese mit den Aufgaben als Verwaltungsratspräsident der UBS absolut vereinbar. Berufungen solcher Art stellen aus Sicht der Bank eine Auszeichnung dar und wiederspiegeln die hohe Qualität des UBS Führungs-Teams», gab die Schweizer Grossbank weiter zu Protokoll.

Kritik aus Deutschland

Offenbar muss sich Weber auch in Deutschland auf Kritik gefasst machen. Weber sei ein «aus der Zeit gefallener Monetarist», sagte der ehemalige DIW-Abteilungsleiter Heiner Flassbeck der «NZZ am Sonntag».

«Bei einem mutlosen DIW, das seine Rolle sucht und nicht finden kann, ist er eine Fehlbesetzung ersten Ranges», sagt Flassbeck. Axel Weber hat unter anderem in Washington, Singapur und Kuala Lumpur bereits Mandate inne.

Bereits zahlreiche Mandate

Die UBS stellte am Sonntagabend weiter fest: «Axel Weber verzichtet bewusst auf Nebentätigkeiten, die keinen Bezug zu seinen Aufgaben bei UBS haben. Er nimmt in seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident der UBS die Interessen der UBS und des Finanzplatzes in internationalen und nationalen Gremien der Finanzbranche war. Zu diesen dienstlichen Aufgaben gehören etwa in der Schweiz die Mitgliedschaft in der SBVg und international die Mitgliedschaften im IIF, IMC, SFC, MAS IAP oder auch FSPB.»

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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