Valartis-Gruppe will Tochter an Wiener Privatbank verkaufen

Valartis Austria in Wien soll an die Wiener Privatbank gehen

Prater@shutterstock.com

Die in Zahlungsschwierigkeiten steckende Valartis Gruppe hat eine Käuferin für ihre österreichische Tochtergesellschaft gefunden. Damit hofft die Schweizer Finanzgruppe, den finanziellen Engpass zu überbrücken.

Die Valartis Bank (Austria) könnte bald in der Hand der Wiener Privatbank SE sein. Die Wiener wollen im Rahmen eines Asset Deals den Bankbetrieb der Valartis Bank (Austria), deren Beteiligung an einer Kapitalanlagegesellschaft sowie eine Liegenschaft in der Rathausstrasse 20, Wien, erwerben, wie das Finanzinstitut am Freitag mitteilte.

Eine entsprechende Grundsatzvereinbarung wurde unterzeichnet. Der vereinbarte Kaufpreis werde bei 13 Millionen Euro liegen. Die Transaktion stehe noch unter Vorbehalt entsprechender Organbeschlüsse beider Parteien, sowie der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden. Sollte die Transaktion erfolgreich abgeschlossen werden, entstünde ein neues Bankinstitut mit einer Bilanzsumme von rund 500 Millionen Euro, hiess es weiter.

Knapp bei Kasse

Die Valartis Group hatte Anfang der Woche für Aufsehen gesorgt, wie auch finews.ch berichtete. Die Bankenholding steckt in Zahlungsschwierigkeiten. Der Verwaltungsrat hatte am Montag ein Gesuch um definitive Nachlassstundung von sechs Monaten beim Kantonsgericht Zug eingereicht. Als Grund gibt Valartis einen vorübergehenden Liquiditätsengpass an.

Der Verkauf der österreichischen Privatbank ist laut Mitteilung Teil des am Montag präsentierten Sanierungsplans. Mit der Veräusserung der Bankaktiven verbleiben der Valartis Bank (Austria) ihre Eigenmittel sowie der Verkaufserlös aus der Transaktion.

Hoffen auf Liquidationsdividende 

Nach Vollzug der Transaktion, der für das zweite Quartal 2016 erwartet werde, solle ein bestehendes Darlehen der Valartis Finance Holding durch die Valartis Bank (Austria) zurückgeführt werden. Anschliessend werde die Valartis Bank (Austria) liquidiert.

Die Rückführung des Darlehens werde ausstehende Kreditverbindlichkeiten der Valartis Finance Holding in Höhe von 64 Mio EUR bis Mitte 2016 eliminieren und soll diese in die Lage versetzen, bis Ende 2016 eine Liquidationsdividende auszuschütten. 

Käufer für  Tochtergesellschaft im «Ländle» gesucht 

Ebenso arbeite der Verwaltungsrat der Valartis Finance Holding daran, für die Tochterbank in Liechtenstein eine bestmögliche Lösung für die Aktionäre der Valartis Finance Holding und der Valartis Bank (Liechtenstein) sowie für die Kunden und die Mitar­beitenden der Bank zu finden, hiess es weiter.

Der Verwaltungsrat der Valartis Finance Holding führt laut Mitteilung zurzeit mit mehreren Interessenten Gespräche betreffend den Verkauf der Valartis Bank (Liechtenstein) oder deren Bankgeschäft und Aktiven. Zum heutigen Zeitpunkt lägen aber noch keine abschliessenden Entscheide vor. Der Verwaltungsrat gehe weiterhin davon aus, die Gespräche bis Ende Dezember 2015 zum Abschluss bringen zu können und werde das Ergebnis zu gegebener Zeit kommunizieren, so Valartis. 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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