Vontobel und Raiffeisen: Kriegsbeil begraben

Hauptsitz der Bank Vontobel in Zürich

Offenbar sind die Nachteile zu gross, als dass Raiffeisen und Vontobel ab 2017 vollends getrennte Wegen gehen könnten. Darum werden sie nach Auslaufen des bestehenden Kooperationsvertrages im Juni 2017 weiter zusammenarbeiten.

Vontobel bleibt in bestimmten Teilbereichen des Asset Managements und des Wertschriftengeschäfts Partner von Raiffeisen und ihren Tochterunternehmen, wie einer gemeinsamen Mitteilung vom Dienstag zu entnehmen ist.

Nach der Kündigung des Kooperationsvertrages per Mitte 2017 und den schiedsgerichtlichen Auseinandersetzungen habe sich in gemeinsamen Gesprächen gezeigt, dass eine Zusammenarbeit in verschiedenen Feldern für beide Partner weiterhin vorteilhaft sei, heisst es in dem Communiqué weiter.

Kooperation bis mindestens 2020

Die neuen Abmachungen betreffen die Zusammenarbeit in den Bereichen Anlageprodukte und Wertschriftenabwicklung und haben eine Laufzeit bis mindestens Ende 2020. Der bestehende und bis Juni 2017 geltende Kooperations-Vertrag gilt weiterhin bis zum Vertragsende.

Patrik Gisel, CEO Raiffeisen Schweiz: «Die Weiterführung der Kooperation in bestimmten Teilbereichen dient unseren Kunden und schafft für beide Unternehmen die Grundlage für neue, businessnahe Produkte, Modelle und Prozesse.»

Zeno Staub, CEO Vontobel: «Wir freuen uns, dass Vontobel ein wichtiger Service- und Produkte-Partner von Raiffeisen über 2017 hinaus bleibt. Diese Partnerschaft wird auch in Zukunft zu einem leistungsfähigen Produkt- und Dienstleistungsangebot für die Raiffeisenkunden beitragen.»

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NEWS GANZ KURZ

Swiss Life

Der Schweizer Lebensversicherer hat das Franz-Carl-Weber-Haus an der Bahnhofstrasse 62 in Zürich gekauft. Die Immobilie gehörte zuvor dem ehemaligen Denner-Eigentümer Philippe Gaydoul. Der Preis beläuft sich Schätzungen zufolge auf 230 Millionen Franken.

Raiffeisen

Die Zertifizierung der Energieeffizienz von Gebäuden erfährt in der Schweiz laut Raiffeisen breite Unterstützung. Die genossenschaftlich organisierte Bank und grösste Hypothekengeberin der Schweiz trägt dem Rechnung und bietet neu eine energetische Immobilienbewertung in der Hypothekenberatung an.

Profidata

Profidata, der Softwaredienstleister für Finanzunternehmen, hat in Deutschland die Abraxas übernommen. Abraxas ist spezialsiert auf die Konsolidierung und Qualitätssicherung von Finanzmarktdaten, Marktgerechtigkeitsprüfungen und Fair-Value-Berechnungen.

SigFig

Der amerikanische Robo-Advisor, an dem sich kürzlich auch die UBS beteiligte, hat eine weitere Finanzierungs-Runde erfolgreich hinter sich gebracht. Von diversen Investoren, darunter die Schweizer Grossbank und die spanische Banco Santander, löste SigFig rund 40 Millionen Dollar.

State Street

Der US-Asset-Manager State Street ist in Genf zum offiziellen Research Partner des International Forum of Sovereign Wealth Funds gewählt worden. Eines der ersten Forschungsprojekte sind langfristige Anlagestrategien.

Unicredit

Unicredit steigt in den Schweizer ETF-Markt ein. Die italienische Bank emittiert zwei ETFs an SIX Swiss Exchange und übernimmt für diese auch das Market Making. Damit wächst die Zahl der ETF-Anbieter an SIX Swiss Exchange erstmals auf 22 und die Produktauswahl steigt auf einen neuen Höchststand von 1‘240 Produkten.

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Die Kreditkarten-Tochter der Grossbank Credit Suisse emittiert weitere so genannte Asset Backed Securities (ABS) zur eigenen Refinanzierung. Die neue Transaktion im Umfang von 200 Millionen Franken besteht aus drei Tranchen mit einer Laufzeit von drei Jahren, die an der SIX kotiert werden.

Credit Suisse

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