CS-Chef Tidjane Thiam engagiert Berater für Image-Politur

Tidjane Thiam, CEO Credit Suisse

Der bekannte Zürcher PR- und Strategie-Berater Jörg Neef (Bild unten) von der Firma Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten hat seit rund zwei Wochen das Mandat für Tidjane Thiam, wie zwei verschiedene, zuverlässige Quellen gegenüber finews.ch erklärten. Darüber hinaus ist diese Nachricht derzeit auch ein grosses Thema im Schweizer Nobelkurort St. Moritz, wo sich zahlreiche Top-Shots aus der Schweizer Finanzbranche ein Stelldichein geben.

Auf Anfrage von finews.ch erklärte ein Sprecher der Credit Suisse (CS), die Bank arbeite mit verschiedenen Agenturen zusammen, mache aber zu einzelnen Unternehmen keine Aussagen.

Das Image des operativen Chefs der zweitgrössten Schweizer Bank ist tatsächlich seit Monaten lädiert – ob selbstverschuldet oder nicht, ist hier nicht die Frage. Die eher diffus gebliebene Strategie-Ankündigung für die Credit Suisse im vergangenen Oktober sowie der seit Anfang Jahr dramatische Kurssturz der CS-Aktie haben Thiam gehörig unter Druck gesetzt.

Schon bei Amtsantritt für «TT» im Einsatz

Wenig professionelle Auftritte (hier und hier) sowie konfuse Aussagen in Interviews mit internationalen Leitmedien trugen ebenfalls nicht dazu bei, neue Sympathien für den Anfangs hoch gelobten Manager zu schaffen. Umso mehr bedarf es nun offensichtlich einer Person, die sowohl mit dem Geschäft als auch mit dem Umfeld vertraut ist.

joerg neef 500

Neef hatte im vergangenen Sommer kurzzeitig ein Mandat für den CS-Konzernchef, unmittelbar bei dessen Amtsantritt, und organisierte in dieser Zeit diverse Interviews. Doch ging diese Zusammenarbeit nicht weiter, wie Neef selber vor einigen Wochen gegenüber finews.ch erklärte. Damals wies er ein neues Mandat noch von sich, räumte aber ein, dass Thiam gut beraten wäre, etwas zu unternehmen.

Kennt die Bank wie seine Hosentasche

Mit Neef ist Thiam im wahrsten Sinne des Wortes gut beraten, kennt doch der Zürcher die Bank sozusagen wie seine Hosentasche. Neef hatte früher selber verschiedene Leitungsfunktionen innerhalb der Schweizerischen Kreditanstalt (später Credit Suisse) inne und baute so auch engste Kontakte zu den späteren Chefs Josef Ackermann sowie Walter Kielholz auf, die er auch später weiter persönlich betreute.

Bis zu seinem Eintritt bei der in Zürich ansässigen Agentur Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten zeichnete Neef als Managing Director für die weltweite Unternehmens- und Marketingkommunikation der Investmentbank Credit Suisse First Boston (CSFB). Bis 1996 war er Generalsekretär und Chief Communications Officer der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA).

Karrierestart in der NZZ-Redaktion

Davor war Neef Co-Leiter des Economic Research der SKA gewesen. Vor seinem Eintritt ins Banking im Jahr 1977 war er als  Wirtschaftsredaktor bei der «Neuen Zürcher Zeitung» tätig.

Für eine Stellungnahme war Neef am Freitag nicht erreichbar. Aus seinem Umfeld wurde das Mandat jedoch bestätigt.

Gemäss eigenen Angaben verfügt Hirzel.Neef.Schmid.Konsulenten in der Schweiz und weltweit über «die Expertise und den direkten Zugang zu den entscheidenden Stakeholders, um Klienten zu helfen, komplexen Ansprüchen gerecht zu werden».

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Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

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Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

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