Fusion: In Asien übernimmt Coutts International die UBP

Michel Longhini, UBP

Michel Longhini, UBP

Einmal mehr rief Michel Longhini seine Mannschaft in Asien zum «town hall meeting» zusammen. Der Private-Banking-Chef der Genfer Bank Union Bancaire Privée (UBP) verkündete eine weitere Etappe in der Integration der im März 2015 übernommenen Coutts International: Die Verteilung der Rollen innerhalb des  in den letzten Monaten zusammengeschmiedeten Asien-Teams.

Wie das Hongkonger Branchen-Portal «Asian Private Banker» (Artikel bezahlpflichtig) berichtete, werden 90 Prozent der fusionierten Mannschaft von Coutts stammen. Damit ist es UBP offenbar doch gelungen, einen gewichtigen Teild der Angestellten des übernommenen Instituts zu halten.

Chefs stehen fest

Dies, nachdem es anfänglich auch in Asien zu starken Fliehbewegungen bei Coutts gekommen war, wie finews.ch berichtete.

Wie Longhini ausrichtete, wird der kombinierte Private-Banking-Arm in Asien 60 Kundenberater umfassen, wobei das Coutts-Team um UBP-Leute und Neuzugänge ergänzt wird. Diese kümmern sich um die von Coutts übernommenen Vermögen von rund 10 Milliarden Dollar – zuzüglich der 2 Milliarden Dollar, die UBP in der Region bisher verwaltet hat.

Ebenfalls fest steht das Führungsteam mit dem Coutts-Banker Michael Blake an der Spitze. An ihn rapportieren Nordasien-Chef David Lam, Ranjit Khanna, der Südostasien und das Geschäft mit Ausland-Indern übersieht, sowie Eric Morin als Leiter Investment Consulting.

Nun macht sich UBP daran, die einzelnen Teamleiter zu benennen, die direkt an diese Spitze berichten werden.

Exakt kopierte Vorlage

Zudiener-Funktionen des Private Banking wie etwa der Handel, die Produkte-Entwicklung und das Treasury wurden hingegen direkt von Coutts übernommen und stehen weiter und bisheriger Leitung. «Coutts ist in Asien gut aufgestellt, wir haben die neue Organisation dieser Vorlage exakt angepasst», so Longhini gegenüber dem «Asian Private Banker».

Anfang April soll die Coutts-Integration dann definitiv abgeschlossen sein, stellte der UBP-Banker in Aussicht. Damit bleibt es beim angekündigten Zeitplan.

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NEWS GANZ KURZ

VP Bank

Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat das «A–»-Rating für die VP Bank bestätigt und erhöht den Ausblick von «Negative» auf «Stable». Damit würden die operativen Fortschritte der VP Bank und die Bewirtschaftung der Risiken sowie die starke Kapitalausstattung und die erfolgreiche Integration der Centrum Bank berücksichtigt, hiess es.

Clientis Bank im Thal

Die Regionalbank hat den Halbjahresgewinn im Vergleich zum Vorjahr deutlich um über 30 Prozent auf 385'000 Franken gesteigert. Dazu beigetragen hat das gute Zinsengeschäft mit einem Plus von 11,4 Prozent auf 2,1 Millionen Franken.

Crealogix

Das Bankenberatungszentrum St. Gallen und Crealogix haben eine Partnerschaft für die betriebliche Aus- und Weiterbildung im Finanzbereich beschlossen: Mit der Lösung «I know! Banking» bieten die beiden Unternehmen eine Cloud-Lösung mit digitalen Lerninhalten zu den wichtigsten Themen im Banking an.

Compagnie Financière Tradition

Das Lausanner Brokerhaus hat im ersten Semester 2016 einen stabilen Ertrag von 425 Millionen Franken erzielt. Zu konstanten Wechselkursen entspricht dies allerdings einem Rückgang um 1,6 Prozent.

Urner Kantonalbank

Das Finanzinstitut hat im ersten Halbjahr 2016 trotz besserem Geschäftsgang weniger Gewinn gemacht. Dieser sank um 7,5 Prozent auf 8,5 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte die Bank ausserordentlich vom Verkauf ihrer Swisscanto-Beteiligung profitiert. Im Zinsengeschäft gab es ein Plus von 13,8 Prozent auf knapp 17 Millionen Franken. Per Ende Jahr erwartet das Management ein Ergebnis über Vorjahr.

UBS

Die Grossbank UBS ist noch vor dem IT-Riesen Google der beliebteste Arbeitgeber für Schweizer Hochschul-Absolventen, wie das Beratungsunternehmen Trendence berichtete. Die Banken bleiben die beliebteste Branche der Wirtschafts-Wissenschaftler: Neben der UBS befinden sich die Credit Suisse, die Schweizerische Nationalbank und Julius Bär unter den Top 20 der gesuchtesten Arbeitsadressen.

Schwyzer Kantonalbank

Im ersten Halbjahr sank der Gewinn des Innerschweizer Finanzinstituts um 3,4 Prozent auf knapp 33 Millionen Franken. Unter anderem belasteten höhere Wert-Berichtigungen auf Beteiligungen das erste Halbjahr. Dank einer substanziellen Volumenzunahme kam das Zinsengeschäft mit einem Brutto-Erfolg von gut 91 Millionen Franken in etwas auf Vorjahres-Niveau zu liegen. Für das 2016 rechnet die Bank mit einem Jahresergebnis leicht unter Vorjahr.

Bank Coop

Die Bank Coop hat im ersten Halbjahr 2016 einen leichten Gewinnrückgang auf 22,7 Millionen Franken erlitten. Die Bank erklärt dies mit höheren Investitionen für verschiedene digitale Projekte, Umbauten sowie einer höheren Zuweisung an die Reserven für Bankrisiken. Im Zinsengeschäft konnte Bank Coop leicht zulegen, warnt jedoch vor dem anhaltenden Margendruck.

Fonds

Die «Brexit»-Turbulenzen haben auch bei den in der Schweiz gehandelten Fonds Spuren hinterlassen. Laut dem Schweizerischen Fondsverband Sfama verminderten sich die verwalteten Vermögen um 17 Milliarden Franken. Die Netto-Mittelabflüsse betrugen knapp 2,3 Milliarden Franken.

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