UBS: Der Trick mit der Bonus-Klage

Gerechtigkeit, Bild Shutterstock

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Immer mehr Banker versuchen, vor Gericht noch nicht ausbezahlte Boni zu erstreiten. Das erlebt die UBS in Frankreich gerade am eigenen Leib.

Die Fakten liegen so: Der Banker war drei Jahre lang im Aktienhandel einer Investmentbank tätig. Dann kündigte er. Einen Monat später hatte er ein neue Stelle. Drei Jahre später steht der Mann vor Gericht – weil die Investmentbank ihm seiner Meinung nach noch den Bonus schuldig ist.

Was reichlich absurd klingt, spielt sich gerade vor einem Pariser Arbeitsgericht ab. Dort klagt ein ehemaliger Angestellter gegen die Schweizer Grossbank UBS – und fordert von dieser Lohnbestandteile von nicht weniger als 1 Million Dollar ein, wie die Agentur «Bloomberg» berichtete.

Opfer einer Intrige?

Denn ungeachtet der Fakten sieht sich der Banker nicht nur um seinen Lohn geprellt, sondern gar als Opfer einer internen Intrige. Seine Vorgesetzten bei der UBS hätten ihn ohne Erklärung herabgestuft und intern versetzt; zu Treffen mit seinen Kunden bei der Bank sei er plötzlich nicht mehr eingeladen worden.

Das, findet der Ex-UBS-Mann, laufe ja eigentlich auf eine Kündigung hinaus. Er sei deshalb gezwungen gewesen, seine Stelle beim Schweizer Institut gleich selber zu quittieren.

Abenteurliche Argumentation

Das mutet als Argumentation recht abenteuerlich an. Doch der ehemalige UBS-ler ist mit seinem Vorgehen kein Einzelfall, wie «Bloomberg» weiter berichtete. Gerade in Europa, wo derzeit Investmentbanker zuhauf entlassen werden, häuften sich die vor Gericht ausgetragenen Streitigkeiten über ausstehende Banker-Boni.

Der bekannteste Fall ist jener des Ex-Traders Jérôme Kerviel, der derzeit die französische Société Générale wegen ungerechtfertigter Entlassung verklagte. Der Investmentbanker hatte mit seinen Fehlspekulationen bei der Grossbank einen Schaden von knapp 5 Milliarden Euro verursacht.

Was den Fall vor den Pariser Arbeitsgericht angeht, wehrt sich die UBS mit Händen und Füssen. Der Kläger habe die Bank für die Konkurrenz verlassen und dazu noch während seiner Zeit bei der Schweizer Grossbank an Jobinterviews teilgenommen. Ebenfalls habe er in seinen letzten Monaten bei der UBS «strategisch» auf eine spätere Klage hingearbeitet.

Kein Mitleid

Es mag zutreffen, dass da mit der UBS und anderen Banken zuweilen ein übles Spiel getrieben wird. Mitleid mit der Branche kommt trotzdem keines auf. Dass die Bonus-Exzesse der letzten Jahre sich zuweilen rächen, haben sich die Institute selber zuzuschreiben: denn sie trugen und tragen dieses System weiter.

Damit sorgen sie dafür, dass Banker auf die Idee kommen, Boni seien ihr gutes Recht – ganz unabhängig von Verhalten und Leistung.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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