Postfinance: Firmenkredite auf Umwegen

Bild: Shutterstock

Um die Ertragsbasis zu diversifizieren, will der «gelbe Riese» neu auch Kredite an Firmen vergeben. Doch das darf Postfinance eigenlich nicht – und geht deshalb den Umweg über ein deutsches Fintech-Startup. 

Die Zinsmargen im Retail-Banking sind unter Druck. Dies stellt insbesondere für die Postfinance eine Gefahr dar. Denn die systemrelevante Schweizer Postbank erwirtschaftet zurzeit zwei Drittel des Ertrags im Zinsdifferenzgeschäft.

Die Postfinance muss somit neue Ertragsfelder erschliessen. Dabei plant sie, das Firmenkundengeschäft zu forcieren und will neu auch Kredite für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) anbieten. Das schreibt die Schweizer «Finanz und Wirtschaft» (Artikel bezahlpflichtig) mit Verweis auf anonyme Quellen.

Noch in diesem Jahr

Das Geschäft soll demnächst vom Stapel laufen. Der Start sei für das vierte Quartal 2016 geplant, hiess es weiter.

Die Postfinance wollte die Gerüchte nicht kommentieren, räumte gegenüber der «Finanz und Wirtschaft» aber ein, nach Möglichkeiten zu suchen, ihre Ertragsstruktur weiter zu diversifizieren.

Kooperationspartner aus Deutschland

Allerdings muss die Postfinance einen Umweg gehen. Denn es ist ihr gesetzlich nicht erlaubt, Kredite zu vergeben. Dazu braucht sie jeweils Kooperationspartner, wie dies bereits im Hypothekargeschäft der Fall ist. Hier arbeitet sie mit der Valiant und er Münchener Hypothekenbank zusammen.

Bei den Firmenkrediten kommt nun aber offenbar keine Bank zum Zug, sondern eine Kreditvermittlungsplattform. Dabei soll es sich um den deutschen Anbieter Lendico handeln, hiess es weiter. Das Fintech-Startup hat sich auf die Vermittlung von Krediten zwischen Privatpersonen spezialisiert.

Hierzulande würde so eine neue Kreditvermittlungsplattform entstehen, wie aus dem Bericht weiter hervorging. Die Suche nach einem Schweiz-Chef sei bei Lendico bereits in Gange. Das deutsche Startup wollte das nicht bestätigen.

BLKB als Pionier

Pionierarbeit leistete hierzulande die Basellandschaftliche Kantonalbank (BLKB) mit der Lancierung einer Crowdlending-Plattform für Firmenkunden vor rund einem Jahr, wie auch finews.ch berichtete.

Die BLKB nimmt dabei keinerlei Kreditrisiken auf, sondern beschränkt sich einzig auf die Vermittlung sowie die Abwicklung und Administration. Dafür verlangt sie eine einmalige Gebühr, die 3 Prozent des Kreditbetrages beträgt.

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Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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