CS: US-Pläne mit Reichen bringen Wechsel in deutscher Chefetage

Credit Suisse

Die Credit Suisse (CS) treibt den Aufbau eines neuen Privatkunden-Geschäftes in den USA entschlossen voran. So hat sie vergangene Woche, wie von finews.ch berichtet, Charles Buckley als Chef der neuen Einheit verpflichtet. Buckley kam von der UBS, wo er ein Family-Office-Team leitete.

Markus LammerBuckley zur Seite steht Markus Lammer (Bild links). Der Deutsche hat soeben seinen Arbeitsplatz in Frankfurt mit New York ausgetauscht, wie das «Private Banking Magazin» berichtet.

Neuer Vorstandskollege für Helene von Roeder

Für die CS leitete der ehemalige Berater von Booz Allen Hamilton seit 2009 als Chief Operating Officer (COO) die Geschäfte der Bank in Deutschland, Österreich und Zentraleuropa. Nun wird er neben Buckley COO des neu aufzubauenden Geschäftes mit UHNW-Kunden in den USA.

Die durch Lammers Weggang entstandene Lücke im deutschen CS-Vorstand füllt Björn Storim (Bild links unten). Er ist per 1. August in die Geschäftsleitung der CS Deutschland berufen worden, die von Helene von Roeder geführt wird.

Bjoern StorimDer 44-Jährige war bereits im vergangenen Mai zum COO ernannt worden.

Nur noch zwei Mitglieder

Storim hatte zuvor während drei Jahren das Fixed Income und Institutional Equity Derivatives Geschäft für Deutschland und Österreich geleitet und war bereits Mitglied des deutschen und österreichischen Management Committee. Storim und CEO Helene von Roeder bilden künftig allein den CS-Vorstand in Deutschland, weil auch Risiko-Chef Matthias Zander per 31. August planmässig ausscheiden wird.

Buckley und Lammer bilden in New York fortan das Führungsteam, welches innerhalb der Investmentbank eine Service-Einheit für reiche Unternehmer und Milliardäre aufbauen soll.

Zielgruppe Hochvermögende und Unternehmer

Es handelt sich hierbei um ein Privatkundengeschäft, aber ohne klassische Privat-Banking-Services wie Vermögensberatung. Vielmehr sollen den gut betuchten Kunden Dienstleistungen aus der Investmentbank angeboten werden, wie Kredit- und Kapitalmarkt-Geschäfte oder Beratungen bei Firmenkäufen und Übernahmen.

Zielgruppe sind Hochvermögende und Unternehmer, die beispielsweise im boomenden Öl- und Gasgeschäft oder im Technologiebereich zu Reichtum gekommen sind und in Zukunft möglicherweise weitere Services der Investmentbank in Anspruch nehmen könnten, beispielsweise bei einem Börsengang.

Höherer «Share of Wallet»

Der Neueinstieg der CS in diese Art von Wealth Management in den USA mag angesichts des jüngst erfolgten Verkaufs des US-Private-Bankings an Wells Fargo überraschen.

Doch setzt die CS damit auch in den USA um, was CEO Tidjane Thiam insgesamt als Strategie im Wealth Management vorgegeben hat: Nämlich einen Fokus auf reiche Unternehmerkunden, mit denen die Bank mehrere Geschäftsbeziehungen führen und entsprechend einen höheren «Share of Wallet» erzielen kann.

Viele neue Jungmillionäre

Auf diese Weise kann auch die Investmentbank durch risikoärmere Geschäfte ausgelastet werden. In Asien ist die CS mit diesem Modell der Unternehmerbank sehr erfolgreich unterwegs. Auch in der Schweiz wird es nun verstärkt und in den USA neu aufgebaut.

In den USA leben noch immer die meisten Millionäre weltweit und das Wachstum von Millionärshaushalten ist nach Asien das zweithöchste. Ausserdem hat sich in den USA in den vergangenen Jahren eine neue Schicht von superreichen Jungunternehmern gebildet, welche durch Firmengründungen im Biotech- oder IT-Bereich und Energiesektor sehr vermögend geworden sind.

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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