Lombard Odier setzt einen Fuss auf die Philippinen

UnionBank, Philippinen

Die Genfer Privatbank baut ihr Asiengeschäft erneut aus. Nun wagt sie sich auf die Philippinen. Lombard Odier bleibt dabei ihrer vorsichtigen Expansionsstrategie treu.

Der Schritt auf die Philippinen erfolgt nämlich durch eine Kooperation mit einer lokalen Bank. Dabei handelt es sich um die UnionBank, über welche Lombard Odier nun ihre Anlagelösungen an Privatkunden anbieten kann, wie die Genfer Privatbank am Donnerstag mitteilte.

UnionBank ist das siebtgrösste Finanzinstitut der Philippinen. Die Kooperation sieht vor, dass Lombard Odier Investmentlösungen anbietet, der UnionBank in der weiteren Entwicklung des Privatkundengeschäfts im Bereich Portfoliomanagement assistiert. Zudem werde ein gemeinsamer Multi-Asset-Fonds lanciert, spezifisch für die vermögende Kundschaft der UnionBank.

Wachsender Fussabdruck in Asien

Lombard Odier geht damit bereits die sechste Kooperation mit Banken in Asien ein, um auch «onshore» in lokalen Märkten tätig sein zu können. Zuletzt war es die thailändische Kasikornbank gewesen, welche im Jahr 2014 mit Lombard Odier eine Zusammenarbeit eingegangen ist.

Diese verläuft fruchtbar, hat doch die Kasikornbank Ende 2015 ihr Geschäft mit vermögenden Kunden abgespalten, die nun verstärkt mit Dienstleistungen von Lombard Odier versorgt werden.

Ähnliche Kooperation ist das Genfer Institut bereits in China, Japan, Südkorea und in Australien eingegangen. Mittels dieser 2012 eingeschlagenen Asienstrategie kann Lombard Odier deutlich kostengünstiger Präsenzen und Kundenbasen in lokalen Märkten aufbauen.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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