Was Schweizer Uhren über Goldman-Sachs-Banker verraten

(Bild: Flickr.com)

Zeig mir deine Uhr, und ich sage dir, welche Stellung du bei Goldman Sachs hast: die spöttischen Beobachtungen eines Bankers über das Treiben beim amerikanischen Investmenthaus.

Der «GS Elevator Gossip» trägt Erkenntnisse in die grosse weite Welt, die irgendjemand im Lift von Goldman Sachs aufgeschnappt hat. Lange war der Blogger anonym. Letztes Jahr nun wurde das Geheimnis gelüftet, wie auch finews.ch berichtete.

Dahinter steckt kein Goldman-Sachs-Banker, sondern John LeFevre – ein ehemaliger Manager bei Citigroup. In zahlreichen Blog-Einträgen zeichnete er ein wenig schmeichelhaftes Bild der «Goldmänner». Laut LeFevre sind die Inhalte jedoch authentisch.

Das britische Branchenportal «Business Insider» griff nun einen Beitrag aus LeFevres Feder auf. Dieser widmet sich einem der wichtigsten Themen an der Wall Street: Uhren und deren Träger.

Praktikant

Bei Goldman Sachs reinzurutschen, ist ungemein schwierig angesichts der zig tausend Bewerbungen. Da sollte man es sich nicht mit einer protzigen Uhr im Voraus verscherzen. Ein solche offenbart: Geld ist nicht wichtig, da man es ohnehin schon hat. Um ältere Semester nicht zu überrumpeln, reicht eine Rolex Oyster DateJust oder die Omega Seemaster.

Praktikant 500

Analyst

Die Hürde zur Festanstellung ist geschafft: jetzt winken schlaflose Nächten zuhauf. Zwar ist der Analysten-Lohn, trotz Lohnerhöhung für die unteren Chargen, nach wie vor moderat. Part der Goldman-Sachs-Society zu sein, ist dennoch Pflicht. Die klassische Einsteigeruhr ist die Rolex Submariner – vielseitig und auffällig zugleich.

Analyst 500

Associate

Diese Position steht in direktem Kundenkontakt – umso wichtiger ist es, einen adäquaten Eindruck zu hinterlassen. Der GS Elevator Gossip empfiehlt: Rolex Seadweller oder eine Blancpain Aqua Lung. Die beiden Modelle sind weder zu protzig noch zu schäbig.

Associate 500

Vizepräsident

Auf dieser Stufe ist die Lohntüte deutlich praller gefüllt. Und nur eine Uhr ist für diesen Rang angemessen: die Rolex Daytona. Offenbar gibt es bei Goldman Sachs eine unbeschriebene Regel, die besagt, dass man sie nicht trägt, bevor man nicht Vizepräsident ist. Wer bereits eine Rolex am Handgelenk trägt, darf sich auch eine Vacheron Constantin Overseas umschnallen.

Vizepraesi 500

Director

Nun beginnt der Stress erneut. Drei Jahre Zeit bleiben, um die nächst höhere Stufe – Managing Director – zu erklimmen. Für Coolness und Selbstbewusstsein steht eine Breguet Classique oder eine Jaeger LeCoultre Master Tourbillon.

Direktor 500

Tabu ist hingegen eine Patek Philippe. Offenbar hat ein ungeduldiger Director eine solche auf Papier ausgedruckt, ausgeschnitten und ist damit in den Gängen spazieren gegangen – er arbeitet nun bei Morgan Stanley.

Keine gute Wahl ist auch die IWC Portugese. Sie gilt als die Uhr für die Gescheiterten und von ihren Frauen betrogenen Direktoren.

Managing Director

Nun ist die Zeit reif für eine Patek Philippe. Allerdings: Gänzlich besitzen tut man den Chronographen nicht, sondern gibt ihn gemäss Eigenwerbung an die nächste Generation weiter.

MD 500

Zulässige Alternativen sind: Nautilus Chronograph für 50'000 oder die Perpetual Calendar für 93'000 Franken.

Partner

Auf Augenhöhe mit Goldman-Sachs-CEO Lloyd Blankfein ist gleichzeitig das Ende der teuren Uhren. Diese wurden mittlerweile verschenkt oder enden in verstaubten Schatullen.

Um zu zeigen, dass man auf dem Boden geblieben ist, obwohl man in Millionen schwimmt, genügt einem eine Swatch für 66 Franken, wie sie Blankfein trägt.

Partner 500

Noch besser ist es laut LeFevre, keine Uhr zu tragen. «Wer die Zeit kontrolliert, braucht die Uhrzeit nicht zu wissen».

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