Eklat an der Spitze der Bank Linth

Der langjährige und bewährte CEO Thomas Eichler nimmt auf Grund von strategischen Differenzen den Hut. Nun muss der Präsident in die Hosen.

Auf Grund unterschiedlicher Auffassungen über die strategische Weiterentwicklung kommt es per sofort zu einem Führungswechsel bei der Bank Linth.

Heinz Knecht übernimmt die Funktion des CEO, Georges Knobel das Amt des Präsidenten des Verwaltungsrats, wie das Finanzinstitut am Freitag in einem Communiqué überraschend mitteilte. Der bisherige CEO Thomas Eichler scheidet aus der Bank Linth aus.

Diffuser Abgang

Zu den genauen Gründen für diese Zäsur machte die Bank Linth keine weiteren Angaben. Stattdessen verdankt sie Thomas Eichler, der sich während der letzten zehn Jahre als CEO «grosse Verdienste um die Entwicklung der Bank» Linth erworben habe.

Namentlich bei der Einführung von Avaloq, bei der Entwicklung der Bank Linth zu einer modernen Vertriebsbank, bei der Anbahnung und Realisierung der Mehrheitsbeteiligung seitens der Liechtensteinischen Landesbank AG.

Heinz Knecht, bisher Präsident des Verwaltungsrats, übernimmt ab sofort interimistisch den Vorsitz der Geschäftsleitung. Die Bank Linth gehört mehrheitlich der Liechtensteinischen Landesbank (LLB)

Weitere Sparpotenziale identifizieren

Neben der Umsetzung der Wachstumsinitiative «Crescendo» werde es eine wichtige Aufgabe von Heinz Knecht sein, gemeinsam mit dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung weitere Synergie- und Kostensparpotenziale zu identifizieren, schreibt die Bank weiter.

Als Ersatz für Knecht hat der Verwaltungsrat der Bank Linth Georges Knobel, der dem Gremium seit 2004 angehört, zu seinem neuen Präsidenten gewählt.

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NEWS GANZ KURZ

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

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