Mai
17
2012
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Wie gut sind die Angestellten der Kantonalbanken dran? Ein Indiz ist der Personalaufwand pro Kopf. Er stieg letztes Jahr tendenziell.

Die Graubündner Kantonalbank investierte im letzten Geschäftsjahr gut 122'000 Franken pro Mitarbeiter – bei der Zürcher Kantonalbank, der Spitzenreiterin, erreichte die Summe 171'000 Franken.

Ein Blick in die Jahresabschlüsse grosser Staatsinstitute zeigt, dass hier in Sachen Personalaufwand keine allzu weiten Gräben klaffen – wenigstens wenn man es mit den Unterschieden im Bereich der internationalen Grossbanken vergleicht. Tendenziell wird allerdings spürbar, dass Kantonalbanken aus wirtschaftsstarken Agglomerationen sowie grosse Häuser höhere Pro-Kopf-Personalkosten haben.

Die Mär von den überrissenen Bankerlöhnen

Klar wird auch, dass 2011 auch in diesem Sektor nicht unbedingt goldig war: Die Institute, die sich höhere Personalaufwendungen leisten konnten, hielten sich ziemlich genau die Waage mit jenen, bei denen die Ziffer sank. Immerhin: Die publizierten Ergebnisse (noch haben nicht alle Kantonalbanken ihre Zahlen veröffentlicht) deuten an, dass die duchschnittlichen Aufwendungen pro Vollzeitstelle im letzten Jahr leicht gestiegen sind – von rund 157'000 auf 161'000 Franken.

Ohnehin spiegeln sich hier nur vermittelt die Lohnverhältnisse; ein Beispiel: Die Thurgauer Kantonalbank erhöhte ihre Personalaufwendungen 2011 relativ deutlich – doch dies erklärt sich stark aus einer grösseren und einmaligen Zuwendung an die Penionskasse.

Allerdings lassen diese Zahlen doch auch ahnen, dass das Gehaltsniveau in diesen Banken in einem völlig vernünftigen Bereich ist – und dass die populäre Meinung, die Banken würden ihr Personal konsequent überbezahlen, eine Mär ist.

Bild_38

Zum Vergleich:

Personalaufwand.Vontobel.2011

Natürlich hinkt diese Gegenüberstellung etwas. Die hier erwähnten börsenkotierten Institute haben mehr internationale Standbeine, und sie haben (mit Ausnahme von Julius Bär) auch nennenswerte Investmentbanking-Abteilungen – also die bekannten Lohntreiber.

Weniger krass werden die Unterschiede denn auch, wenn man strukturell ähnliche Ausschnitte nimmt. Bei der UBS entfallen im halbwegs vergleichbaren Wealth Management & Swiss Bank gut 168'100 Franken an personnel expenses auf jede Vollzeitstelle; das sind ziemlich genau gleich viel wie bei der Zürcher Kantonalbank.

 

Kommentare 

 
#3 E. Egger 2012-02-23 09:55
Mittelwert ist nicht aussagekräftig. Der Median wird einiges drunter liegen. Völlig schiefe Verteilung!
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#2 Erich Vogt 2012-02-22 23:35
Da wird wieder einfach ein Durchschnitt gezogen, welcher im Grunde nichts aussagt.
Personalaufwand = Lohnaufwand?
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#1 Roman Burger 2012-02-22 18:05
KB => fast alle besitzen die volle Staatsgarantie!!!

Privatbanken => Aktionären die bewusst diese Anteile wollen

UBS war nötig zu unterstützen aber nicht alle Privatbanken hätten eine solch Unterstützung erhalten.

Wie hätte es im Falle einer KB oder sogar Swisscom ausgesehen?

Risikoverteilung?? Lohnverteilung??
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