Erste Hedge-Fund-Plattform mit Finma-Lizenz

Die Firma Fundbase hat laut eigenen Angaben als erste Hedge-Fund-Plattform eine Zulassung der Finma für die Vertretung und den Vertrieb von ausländischen Kollektivanlagen erhalten. Den Ausbau des Geschäfts verantwortet eine langjährige Hedge-Fund-Expertin.  

Fundbase Fund Services, die Betreiberin der Hedge-Fund-Plattform fundbase.com, hat von der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (Finma) eine Lizenz für die Vertretung und den Vertrieb ausländischer Kollektivanlagen erhalten, wie einer Mitteilung vom Montag zu entnehmen ist.

Die Plattform steht seit September 2014 qualifizierten Anlegern in Europa und den USA kostenlos zur Verfügung, wie auch finews.ch bereits meldete. Somit kann Fundbase nun ausländische Kollektivanlagen, die sich in und von der Schweiz aus an qualifizierte Investoren richten, vertreten. 

Eine Weltpremiere

Fundbase ist laut eigener Einschätzung damit die erste regulierte elektronische Hedge-Fund-Plattform nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit.

Um das neue Geschäftsfeld auf- respektive auszubauen, hat Fundbase Lilian Klose-La Scalea (Bild) als Managing Director engagiert, wie es weiter heisst. Sie ist seit vielen Jahren als Hedge-Fund-Spezialistin tätig, zuletzt ab 2011 als Gründungspartnerin der Swiss Fund Platform.

Vorreiterin in Sachen Hedge Funds

Vormals baute sie bei der Bank Sal Oppenheim (Schweiz) das «Hedge Fund Competence Center» auf. Im Jahr 2004 wechselte Klose-La Scalea als Produktmanagerin im Bereich Alternative Anlagen zur Credit Suisse, wo sie 2007 zur Leiterin des Bereichs «Fund of Hedge Fund Advisory» ernannt wurde.

In dieser Funktion war sie für die Selektion von dritten Fund-of-Hedge-Funds-Providern sowie die entsprechenden internen Ausbildungs- und Marketingaktivitäten verantwortlich.

Klare Positionierung

Die beiden Bewilligungen der Finma ermöglichen es der Fundbase Fund Services, sich als Dienstleisterin für Anbieter von ausländischen alternativen Anlagen in der Schweiz zu positionieren. Denn in der Schweiz laufen Ende Februar 2015 die letzten Übergangsfristen für die notwendigen Bewilligungen gemäss dem revidierten Kollektivanlagegesetz (KAG) ab.

Bis dahin müssen auch alle Vermögensverwalter von ausländischen kollektiven Kapitalanlagen, die sich an qualifizierte Anleger in der Schweiz richten, einen Vertreter und eine Zahlstelle in der Schweiz haben. Gemäss Schätzungen seitens Fundbase sind in der Schweiz rund 7'000 ausländische Hedge Funds in Kundenportfolios.

Schweizer Markt geöffnet

Bei Fundbase geht man davon aus, dass ein Grossteil davon noch keinen Vertreter und keine Zahlstelle in der Schweiz ausgewählt hat.

«Durch unsere Spezialisierung auf Hedge-Funds, den Zugang zu Investoren über unsere Plattform und die Lizenz sind wir in der Lage, den Schweizer Markt für die innovativsten Hedge Funds zu öffnen», so Michael Appenzeller, Verwaltungsratspräsident der Fundbase Holding.

Weit reichende Veränderungen

Bis anhin war das Anbieten ausländischer kollektiver Kapitalanlagen in der Schweiz an qualifizierte Anleger weder auf Produkte- noch auf Vertriebsträgerebene reguliert. Neu gilt auch das Anbieten oder Werben in Zusammenhang mit kollektiven Kapitalanlagen für qualifizierte Anleger unter dem revidierten KAG als Vertrieb.

Betroffen sind somit auch sämtliche Informationsquellen für qualifizierte Investoren im Bereich ausländische Kollektivanlagen wie Hedge Funds oder Private-Equity-Anlagen. Die Schweiz schliesst mit dem Ablauf der Übergangsfristen den Nachvollzug der europäischen Alternative Investment Funds Managers Directive (AIFM Richtlinie) ab.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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