Finanzplatz-Ranking: Zürich verliert an Terrain

Gemäss einer aktuellen Erhebung hat der Zürcher Finanzplatz im internationalen Vergleich etwas an Bedeutung eingebüsst. Halten konnte sich hingegen Genf. An der Spitze tobt das Duell der Giganten.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Im 18. Global Financial Centres Index (GFCI 18), welcher von der von der britischen Z/Yen Group erstellt wird, rutscht Zürich um einen Rang auf den 7. Platz ab. Die Limmatstadt hat mit Seoul die Plätze getauscht (siehe Tabelle). Damit ist die Bedeutung Zürichs als globaler Finanz-Hub in den letzten drei Jahren einigermassen stabil geblieben.

Die Plätze an der Spitze getauscht haben erneut New York und London. Die britische Metropole ist nun wieder der bedeutendste aller 84 bewerteten Finanzplätze, nachdem es im Frühjahr noch New York gewesen war. Unverändert die asiatischen Finanzhubs: Hongkong liegt nach wie vor knapp vor Singapur und Tokyo.

GFCI Ranking 500

Genf konnte den 13. Rang verteidigen. In den vergangenen Jahren hat der Westschweizer Finanzhub allerdings stetig an Bedeutung eingebüsst, so lag er laut GFCI im Jahr 2013 noch auf dem 7. Platz. Die Entwicklung spiegelt das Ende des Offhore-Bankings mit unversteuerten Geldern.

Liechtenstein erstmals mit dabei 

Gleich hinter Genf kommt Frankfurt. Das grösste Finanzstadt Deutschlands hat 5 Plätze gut gemacht und setzte sich noch vor Luxemburg. Zugelegt haben auch Dublin Mailand oder Lissabon. Die drei Finanzplätze haben während den ärgsten Zeiten der Eurokrise arg gelitten.

Zum ersten Mal wurde auch Liechtenstein in das Rating aufgenommen. Das «Ländle» stieg auf dem 60. Rang ein.

Aufsteiger des Jahres

Am meisten Plätze gut gemacht hat Warschau. Die polnische Hauptstadt verbesserte sich um 26 Positionen und liegt aktuell auf Rang 38. Damit ist Polen neu an der Spitze der osteuropäischen Länder.

Für Polen spricht das vergleichsweise tiefe Lohnniveau im Finanzsektor sowie die Verfügbarkeit von gut ausgebildeten Finanzfachleuten. Diverse Grossbanken, mitunter die UBS und die Credit Suisse, haben denn auch Finanzzentren in Polen eröffnet beziehungsweise ausgebaut, wie auch finews.ch berichtete.

Gute Aussichten für asiatische Finanzplätze

Positiv verläuft der Trend weiterhin für die asiatisch-pazifischen Länder. So verbesserten sich 12 der 15 grössten asiatischen Finanzplätze im Ranking.

Die asiatischen Finanzzentren dürften gemäss Einschätzung der knapp 3'200 Befragen auch in den kommenden fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. So liegen 8 der 15 aussichtsreichsten Finanzplätze in Asien. (siehe Tabelle).

CFGI aufstrebende

 

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
  • Erfindungen, die Leben retten
  • So sehen die Innovations-Labs der Banken aus
  • Die geschrumpften Banken auf einen Klick
mehr

SELECTION

Selection

So sieht der Banker der Zukunft aus

Mit aller Macht versuchen die Banken, ihr Geschäft ins Zeitalter der Digitalisierung zu retten.

Selection

Wo die grossen Vermögen lagern

Hier liegt das Geld

Ein virtueller Rundgang durch die Tresore der Schweizer Banken.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

weitere News