Der Standort Schweiz riskiert Innovations-Vorteile

Die Schweiz laufe Gefahr, ihre führende Position als Standort für innovative Industrien zu verlieren, zeigt eine neue Studie. Massnahmen seien notwendig.

Internationale Firmen, nicht zuletzt auch aus der Finanzbranche, zählen zu den Pfeilern des heutigen Wohlstands in der Schweiz. Sie erwirtschaften rund 35 Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts. Doch das könnte sich ändern, warnt eine neue Studie, die von der Boston Consulting Group und der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer erarbeitet wurde.

Es drohe ein Wegzug namhafter Unternehmen, wenn sich die Rahmenbedingungen in der Schweiz nicht markant verbesserten. Verliere die Schweiz jedes Jahr zwei Prozent der multinationalen Firmen, so habe dies eine starke negative Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum.

Vor diesem Hintergrund fordern die Autoren der Studie dringend Massnahmen, die sie verkürzt in einem Fünf-Punkte-Programm wie folgt zusammenfassen.

1. In den Bereichen Wissenschaft, Ingenieurswesen und Technologie müsse das einheimische Arbeitskraftpotenzial durch eine insgesamt bessere und zielgerichtete Schulung gestärkt werden.

2. Die Einwanderung für hochqualifizierte Fachkräfte auch aus Nicht-EU/EFTA-Staaten müsse erheblich erleichtert werden.

3. In der Schweiz müsse ein kulturelles Umfeld erhalten werden, das das Unternehmertum weiter fördere und Innovationen in etablierten Firmen unterstütze.

4. Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen müssten den Innovationen in der Firmenwelt angepasst werden.

5. Ausserdem müssten nationale Massnahmen gefördert werden, die den Geschäfts- und Innovationsstandort Schweiz in der Welt besser förderten und positionierten.

Die Studie «Creative Switzerland? Fostering an Innovation Powerhouse» ist online verfügbar unter diesem Link.

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NEWS GANZ KURZ

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Die Ende Oktober angekündigte Lancierung der Beteiligungsgesellschaft BB Healthcare Trust plc an der London Stock Exchange wurde erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen eines Aktienplatzierungs-programms konnte in der Erstemission ein Platzierungsvolumen von GBP 150 Mio. realisiert werden. Der erste Handelstag im Premium Segment der Londoner Börse ist der 2. Dezember 2016 (ISIN: GB00BZCNLL95, Bloomberg-Ticker: BBH LN).

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

Raiffeisen

Die beiden Raiffeisenbanken Fulenbach-Murgenthal-Langenthal und Oberes Gäu-Aare haben sich für einen Zusammenschluss entschieden. Die neue Raiffeisenbank soll unter dem Namen «Raiffeisenbank Aare-Langete» auftreten.

Schroder

Schroder Real Estate hat drei Schweizer Geschäftsimmobilien für den kotierten Immoplus-Fonds erworben. Die Transaktion bringt das Fondsvermögen auf rund 1,5 Milliarden Franken. Das Portfolio hat Rockspring Investment Managers verkauft. Es handelt sich dabei um vollständig vom «Do it yourself»-Spezialisten Hornbach Baumarkt gemietete Liegenschaften.

Glarner Kantonalbank

Die Glarner Kantonalbank (GLKB) weitet die Laufzeiten ihrer angebotenen Hypotheken aus. In Filialen erworbene Hypotheken können neu eine Laufzeit von bis zu 15 Jahren haben, online erworbene eine solche von bis zu 20 Jahren. Käufer sollen somit länger von tiefen Zinsen profitieren können.

Zurich

Die Zurich Gruppe Deutschland hat den Altezza Bürokomplex in München erworben. Verkäufer des 2009 erbauten Bürogebäudes ist die Warburg-HIH Invest Real Estate. Über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Beraten wurde Zurich bei der Transaktion durch Luther Köln.

BEKB

Die BEKB Roggwil wird per 30. Juni 2017 in die Niederlassung Langenthal integriert. Die betroffenen Mitarbeitenden werden bei der BEKB weiterbeschäftigt. Die Integration erfolgt, weil sich das Kundenverhalten im Bankgeschäft stark verändert hat.

UBS

Mit Blick auf die Art Basel im amerikanischen Miami fasst die Schweizer Grossbank ihre erhebliche Kunstsammlung in einem neuen Bildband zusammen. Das Buch «UBS Art Collection: To Art its Freedom» wird an Januar 2017 erhältlich sein.

Vontobel AM

Die europäische Ratingagentur Feri EuroRating Services und die Verlagsgruppe Handelsblatt haben die Schweizer Bank Vontobel als besten Asset Manager für Rohstoffe in Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgezeichnet.

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