Schmidheinys Kunstsammlung kehrt zurück nach Lateinamerika
Die Werke der Daros Latinamerica Collection mit Sitz in der Schweiz (Hurden) gehen an die Colección Malba in Argentinien. Dies teilte die Familie Stephan Schmidheiny am Dienstag in einem Communiqué mit (auch das Malba publizierte eine entsprechende Mitteilung).
Die Daros Latinamerica Collection gilt als eine der umfassendsten Privatsammlungen zeitgenössischer lateinamerikanischer Kunst. Sie wurde ab 2000 von der Sammlerin Ruth Schmidheiny (1949–2019) aufgebaut, Stephan Schmidheinys erster Ehefrau. Sie umfasst über 1’200 Werke von 117 Künstlern.
Pünktlich auf das 25-Jahres-Jubiläum
Die Werke wurden bisher in eigenen Museen und als Leihgaben in Institutionen rund um den Globus gezeigt. Nun finden sie im Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (Malba) in Argentinien eine neue (alte) Heimat.
Gründer des Malbas ist der argentinische Unternehmer und Sammler Eduardo F. Costantini, seine Stiftung trägt die Institution. Er wird die Sammlung vollständig erwerben und sie rechtzeitig zum 25-jährigen Jubiläum des Museums 2026 in die ständige Sammlung integrieren.
Faszination für die Kultur Lateinamerikas
Ruth Schmidheinys Faszination für Lateinamerika und die reiche Kultur stammte von ihren ausgedehnten Reisen durch den Kontinent, wo sie gemeinsam mit ihrem Mann Stephan ab den 1990er-Jahren viel Lebenszeit verbrachte.
Die Sammlung wurde der Öffentlichkeit von 2002 bis 2011 im eigenen Museum in Zürich zugänglich gemacht. Ab 2007 entwickelte die Daros Latinamerica Collection die Casa Daros in Rio de Janeiro als Plattform für lateinamerikanische Kunst und nutzte sie von 2013 bis 2015 für thematische und monografische Werkschauen.
Die Familie von Ruth Schmidheiny sei glücklich, dass die Sammlung nun zurück nach Lateinamerika gehe und im Malba eine neue Heimat finde, heisst es im Communiqué.
Führende Institution für zeitgenössische lateinamerikanische Kunst
Das Malba wurde 2001 gegründet, um die Schenkung von 223 Kunstwerken aus der Privatsammlung von Costantini zu beherbergen. Seither hat es sich durch weitere Schenkungen und Ankäufe zu einer weltweiten Referenz für lateinamerikanische Kunst entwickelt.
Heute umfasst die Sammlung moderner und zeitgenössischer lateinamerikanischer Kunst mehr als 1’500 Werke prominenter Künstler. Mit der Ergänzung durch die Werke aus der Daros Latinamerica Collection wird das Malba in Buenos Aires gemäss Mitteilung «zur führenden Institution für zeitgenössische lateinamerikanische Kunst auf dem Kontinent».














