Deutsche Bank: Auf Gewinnsprung folgen neue Rückkäufe
Die Deutsche Bank hat im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Nettogewinn von 6,12 Milliarden Euro erreicht. Das ist mehr als doppelt so viel wie die 2,7 Milliarden Euro im 2024.
Gleichzeitig hat das Institut, das sich selbst gerne als «globale Hausbank» bezeichnet, bei den Renditezielen wichtige Zielmarken erreicht. So stieg die Rendite auf das eingesetzte materielle Kernkapital auf 10,3 Prozent und lag damit über der von Christian Sewing bereits 2022 anvisierten Schwelle von 10 Prozent bis Ende 2025.
«Wir haben alle Finanzziele für 2025 erreicht«, betonte denn auch der CEO der grössten Bank Deutschlands. «Wir hatten das beste vierte Quartal in der Geschichte unserer Bank und haben auch das Gesamtjahr 2025 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen.»
Alle Bereiche über 10 Prozent Rendite
Auch alle vier Geschäftsbereiche haben 2025 eine Eigenkapitalrendite von mehr als 10 Prozent und ein zweistelliges Gewinnwachstum erreicht, betont der Bank-Chef weiter. Firmenkundengeschäft, Investmentbanking, Privatkundengeschäft und Vermögensverwaltung steigerten ihren Vorsteuergewinn jeweils deutlich.
Die bei der Fondstochter DWS gebündelte Vermögensverwaltung erreichte mit rund 29 Prozent die höchste Rendite. In absoluten Zahlen verdiente die Investmentbank mit 4 Milliarden Euro vor Steuern den höchsten Gewinn. Die Privatkundenbank steigerte den Gewinn um 95 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.
Die Erträge insgesamt stiegen um 6,7 Prozent auf 32 Milliarden Euro, während die Kosten um rund 10 Prozent auf 20,7 Milliarden Euro zurückgingen. Die Bank hatte ein Sparprogramm im Umfang von 2,5 Milliarden Euro durchgeführt.
Auch mit dem Kosten-Ertrags-Verhältnis von 64 Prozent blieb die Bank unter der Zielmarke von 65 Prozent.
Aktienrückkaufprogramm
Auch die Aktionäre sollen von dem höheren Gewinnen profitieren. Das Institut will die Hälfte seines Nettogewinns ausschütten, und im kommenden Jahr soll die Quote auf 60 Prozent steigen. Die Bank kündigte eine Dividende von 1.00 Euro je Aktie an, was einer Ausschüttung von 1,9 Milliarden Euro entspricht. Zusätzlich sollen eigene Aktien im Umfang von einer Milliarde Euro zurückgekauft werden.
Bereits im November hatte die Deutsche Bank an einem Investorentag ihre neuen Ziele bis 2028 präsentiert. Bis dahin sollen die Erträge auf rund 37 Milliarden Euro klettern, und die Eigenkapitalrendite nach Steuern soll sich auf mehr als 13 Prozent verbessern. Bei der Aufwand-Ertrag-Relation lautet die Zielmarkt dann unter 60 Prozent.
Am Vortag hatte noch die Meldung für Schlagzeilen gesorgt, dass die Bank Besuch von BKA-Beamten wegen Ermittlungen zu Geldwäschereivorwürfen bekommen hat. «Wir wissen, wo wir hin wollen, und von diesem Weg werden wir uns nicht abbringen lassen», schrieb Sewing: «Daran ändert auch die gestrige Massnahme der Staatsanwaltschaft Frankfurt nichts.»
Laut Medienberichten soll es dabei um Geschäftsbeziehungen der Bank aus den Jahren 2013 bis 2018 mit Unternehmen gehen, die dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch zugeordnet werden. Die Bank habe Geldwäscheverdachtsmeldungen zu spät bei den Behörden eingereicht.













