«Kein Konkurrent hat die Arbeit gemacht»

Was will der neue Co-Chef der Investmentbank von Credit Suisse? Was macht er? Erstmals seit seinem Amtsantritt äussert sich Gaël de Boissard im Interview.

Gael_deBossard_kleinUnd zwar redete Gaël de Boissard mit der «Finanz und Wirtschaft» über die Bereinigung im FICC-Bereich – wofür er massgeblich verantwortlich war.

Die Credit Suisse stieg in den letzten zwei Jahren aus rund einem Drittel der FICC-Geschäfte aus. Als wichtigste Beispiele benannte de Boissard nun den Korrelationshandel, einige Aktivitäten des Rohstoff-Geschäfts und das Derivategeschäft für Unternehmen. 

Und er bestätigte, dass seine Bank in einem Grossteil des Festverzinslichen-Geschäfts – konkret: in vier von fünf Aktivitäten – nun eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent oder mehr erreicht.

«Sind wir doch ehrlich», kommentiert de Boissard dazu: «Keiner unserer Konkurrenten hat die Arbeit gemacht, die wir schon hinter uns haben. Ich verstehe die Skepsis, weil die meisten Banken noch nicht wissen, wie sie das erreichen sollen. Wir haben die wesentlichen Elemente vollständig neu definiert. Erstens haben wir die Kapitalbasis in den meisten unserer Geschäfte deutlich verringert. Zum Beispiel haben wir das Handelsinventar von Obligationen im letzten Jahr um 60 Prozent reduziert. Und wir haben die Kosten sowohl in der Investmentbank als auch in der Gruppe gesenkt.»

«Ein bisschen frustrierend»

Zur Frage, wie sehr die Bonusbeschränkungen der EU sein Institut treffen, äusserte sich Gaël de Boissard eher entspannt: Man sei betroffen, allerdings sei es noch zu früh für ein weiterreichendes Urteil. Es sei einfach grundsätzlich «ein bisschen frustrierend, die Flexibilität zu verlieren, während wir gleichzeitig daran arbeiten, in Sachen Entlöhnung die richtige Balance zwischen Aktionären und internen Stakeholdern zu finden. Es ist kein Desaster, aber es besteht das Risiko, dass die Löhne und somit die Fixkosten steigen.»

Konkret jedoch wären nur sehr wenige Personen bei der CS betroffen, falls die EU die Boni auf das Doppelte des Fixlohns beschränken würde. «Das betrifft eine einstellige Prozentzahl unserer Angestellten in Grossbritannien, eine wirklich kleine Zahl», so Gaël de Boissard.

• «Ich verstehe die Skepsis», in: «Finanz und Wirtschaft»

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

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Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

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Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

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Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

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Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

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Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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