Bank Vontobel: Nachfolge von Duri Prader geregelt

Die Bank hat den Abgang von Duri Prader kompensiert. Neuer Leiter für das Private Banking Schweiz wird ein bisheriger Kadermann der Zürcher Rothschild Bank. 

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Vontobel hat den 46-jährigen Jean-Pierre Stillhart zum Leiter Private Banking Schweiz ernannt. Entsprechende Informationen von finews.ch bestätigten mehrere Personen, die mit der Sache vertraut sind.

Stillhart hat die letzten fünf Jahre als Managing Director bei der Zürcher Rothschild gearbeitet. Zuvor war er je acht Jahre abwechselnd bei der UBS sowie bei der Zürcher Kantonalbank tätig. Insgesamt verfügt der neue Vontobel-Mann über eine vielseitige Fach- und Berufserfahrung im Geschäft mit vermögenden Privatkunden.

Hohe Erwartungen

Stillhart tritt die Nachfolge von Duri Prader an, der im vergangenen Herbst das Unternehmen überraschend verliess, nachdem Georg Schubiger von Peter Fanconi die Gesamtleitung der Private-Banking-Division übernommen hatte. Unlängst tauchte Prader in der Branche wieder auf, und zwar als designierter CEO der Zürcher Privatbank Lienhardt & Partner, wie auch finews.ch berichtete.

Jean-Pierre Stillhart tritt seine neue Stelle per 1. Oktober 2013 an. Im kleinen Kreis erklärte er, Vontobel sei eine der stärksten Marken im Schweizer Privatbankenmarkt. Die hohe Beratungs- und Investmentkompetenz von Vontobel sei zweifelsohne ein Garant für einen nachhaltigen Erfolg im Privatkundengeschäft. Auf Stillhart lasten indessen hohe Erwartungen. 

Gewichtiger Neuzugang

Unlängst erklärte Private-Banking-Chef Georg Schubiger in einem Interview mit der «Handelszeitung», Vontobel könne im Schweiz-Geschäft durchaus noch einen Zacken zulegen. Bei Vontobel intern ist mit Stillhart von einem «gewichtigen Neuzugang» die Rede.

 

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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