Londoner Whizz-Kid-Broker stürzt sich in den Tod

Anjool Malde, ein Jung-Broker und potentieller Star der Branche, beendete sein Leben aus Angst seinen Job zu verlieren. Ein  Opfer der Finanzkrise?

malde_anjoolZwei Tage vor seinem 25. Geburtstag begab sich Anjool Malde in das Restaurant «Coq d’Argent». Dort soll er, in seinem besten Anzug, ein Glas Champagner bestellt und sich darauf vom Dach des Restaurants gestürzt haben.

Bekannte von Malde sagten gegenüber der britischen Zeitung «Daily Mail», dass der Banker um seinen Job gefürchtet habe. Er arbeitete bei der Deutschen Bank in London. Einerseits seien aus seiner Abteilung schon einige Leute entlassen worden. Andererseits sei gegen Malde eine interne Untersuchung am Laufen gewesen.

Problem wegen Computer-Missbrauch

Angeblich soll er in einem Internetforum unter falschen Angaben einen Kundennamen verwendet haben. Dieser Kunde hatte dann beim Forum eine Beschwerde eingereicht, was wiederum zur Deutschen Bank zurückgeführt habe.

Zudem organisierte das Jungtalent in seiner Freizeit gerne rauschende Parties. Auch vom seinem Arbeitscomputer sollen E-Mails in diesem Zusammenhang versandt worden sein.

Nach Hause geschickt

In der Folge sei es zu einer internen Untersuchung seines Computers gekommen. Dabei habe sich Malde zwar kooperative gezeigt. Er sei jedoch dann früher nach Hause geschickt worden. Gemäss einem Sprecher der Deutschen Bank sei Malde weder freigestellt noch suspendiert worden.

Andere Quellen besagen jedoch, dass man dem Hedge-Fund-Broker den Zugang zum Bloomberg-System bereits abgestellt habe – ein weiteres Indiz für eine bevorstehende Entlassung.

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NEWS GANZ KURZ

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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