«Private Banking bleibt besser in der Schweiz»

Lokale Standorte im Ausland aufzubauen, sei möglicherweise der falsche Weg für das Schweizer Private Banking: Dies befindet die Bank Syz in ihrem Jahresbericht.

Den Expansionsdrang zahlreicher Schweizer Privatbanken und Vermögensverwalter findet die Genfer Bank Syz nicht nur gut. Es sei zwar legitim, dass Finanzinstitute lokale Repräsentanzen im Ausland aufbauten, schreibt der Verwaltungsrat in Jahresbericht der Bank. Sie gelangten dadurch näher an den Kunden, und sie könnten damit auch den Wegfall des aufwendig gewordenen Crossborder-Geschäfts kompensieren.

«Aber es bleibt aus unserer Sicht wichtig, das internationale Wealth Management in der Schweiz weiterzuentwickeln», heisst es. Nur so könne die Schweiz ihre führende Stellung im Private Banking behalten. Zudem liege dies auch im Interesse der Kunden und Investoren.

Das Institut wird zurzeit nur von Eric Syz geleitet. Die zwei Mitgründer, Paolo Luban und Alfredo Piacentini, haben kürzlich ihre Funktionen abgegeben und sind aus der Bank ausgetreten.

Branche reagiert möglicherweise zu kopflos

Die von Syz vertretene Meinung steht etwas quer in der Landschaft – investieren doch die grossen Wealth Manager der Schweiz viel Geld in den Schwellenländern. Oder sie geben, wie Julius Bär, hunderte Millionen für eine Akquisition aus, um die Geschäftsaktivitäten internationaler aufzustellen.

Ausserdem kämpft die Schweiz gerade für den freien Marktzugang in der EU. Im Übrigen hat auch die Bank Syz im Ausland Ableger, nämlich in Grossbritannien, Luxemburg, Italien und Spanien sowie in Hongkong und in der Karibik.

Der Syz-Verwaltungsrat ist aber der Meinung, dass die Schweizer Finanzbranche auf die neuen Bedingungen im internationalen Private Banking und Cross-Border-Geschäft möglicherweise überreagiere und – als Konsequenz – an Wettbewerbsfähigkeit verlieren könnte.

Unternehmerische Monokultur birgt Risiken

Diese werde insbesondere durch die Internationalität der Kunden gefördert. Schweizer Kundenberater, so Syz, seien ständig mit anderen Kulturen, Sprachen, Gewohnheiten und Bedürfnissen konfrontiert. Deswegen müssten sie sich auch laufend weiterbilden und ihre Dienstleistungspalette weiterentwickeln.

Das Geschäftsmodell mit der Konzentration auf jeweils nur eine Klientel berge hingegen das Risiko einer «unternehmerischen Monokultur» und eines Qualitätsverlustes des Schweizer Private Banking.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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