Basler Kantonalbank: Kunden zogen mehr als eine Milliarde Franken ab

Die Basler Kantonalbank will sich künftig nur noch als führende Bank auf die Region Basel konzentrieren. Statt einer Tochtergesellschaft in Guernsey gibt es nun eine neue Filiale in der Rheinstadt.

Im Laufe des Jahres 2015 will die Basler Kantonalbank (BKB) einen neuen Standort im Gellert-Quartier eröffnen. Dies sei ein Beleg für die Rückkehr zu ihren Wurzeln in Basel, wie die Bank am Donnerstag schreibt.

Im Gegenzug schliesst die Bank, wie bereits angekündigt, alle ausserkantonalen Vertretungen und liqudiert die Tochter BKB Finance in Guernsey. Auch die Emission von strukturierten Produkten stellt die Bank bekannterweise ein.

Stammhaus erzielt ein besseres Resultat

Die Meldung erfolgte im Rahmen der Veröffentlichung der Halbjahresergebnisse. Das Stammhaus steigerte im ersten Semester den Bruttogewinn um 20,2 Prozent auf 92,5 Millionen Franken. Der Halbjahresgewinn verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 35,8 Millionen Franken.

Wie die BKB schreibt, sei die Vergleichbarkeit zum Vorjahressemester eingeschränkt. Als Gründe nennt sie die Sanierung der Pensionskasse, Wertkorrekturen auf den eigenen BKB-Partizipationsscheinen sowie die Neuausrichtung des Geschäftsmodells.

Konzernchef zeigt sich unzufrieden

Im BKB-Konzern, der auch die Bank Coop umfasst, resultierte hingegen ein Rückgang des Bruttogewinns um 7,9 Prozent auf 131,8 Millionen Franken. Der Konzerngewinn liegt 18 Prozent unter dem Vorjahresergebnis und beträgt 105,1 Millionen Franken.

Beide Grössen seien durch operative Einflüsse aus der strategischen Neuausrichtung geprägt, so die BKB. «Wir können mit dem operativen Ergebnis nicht zufrieden sein, müssen das Ergebnis aber im Rahmen der anhaltenden Altlastenbereinigung und Neuausrichtung der Bank verstehen», kommentierte Guy Lachappelle, der Vorsitzende der Konzernleitung.

Rückstellung im Steuerstreit unverändert

Die Weissgeldstrategie, die Beschränkung des grenzüberschreitenden Geschäfts sowie die Überprüfung der Zusammenarbeit mit externen Vermögensverwaltern führten im ersten Halbjahr dazu, dass die Kundenvermögen auf 27,9 Milliarden Franken zurückgingen. Diese Faktoren mündeten auch in einen Nettoneugeldabfluss von 1,2 Milliarden Franken.

Am Vorgehen betreffend der Steuerangelegenheit mit den USA habe sich nichts geändert. Die Höhe der Rückstellung von 100 Millionen Franken entspricht laut BKB nach wie vor der derzeitigen Risikoeinschätzung, womit diese im Halbjahresabschluss per 30.06.2014 unverändert bestehen bleibt.

Ausblick für 2014

Für das Gesamtjahr erachtet die BKB eine verlässliche Einschätzung wegen der «herausfordernden ökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungen» und der Neuausrichtung als schwierig. Sie zeigt sich für die restlichen Monaten des zweiten Semesters aber «verhalten optimistisch».

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