Schweizer Privatbanken haben wenig Ahnung vom deutschen Markt

Weil die Privatbanken weniger verdienen, müssen den Kunden neue Bezahlmodelle schmackhaft gemacht werden. Unternehmensberater von zeb warnen: Das geht nur, wenn die Beratungen besser werden wie auch die Marktkenntnisse im Auslandgeschäft.

Zwar seien die Margen von hiesigen Privatbanken aufgrund ihrer starken Marktstellung im Schnitt über denjenigen der europäischen Konkurrenz, schreibt die Unternehmensberatung  zeb zu ihrer Studie über die Schweizer Privatbanken. Aber dies werde sich wohl im Zuge neuer regulatorischer Vorschriften und der wegfallenden Erträge aus Retrozessionen in den nächsten Jahren ändern.

Was müssen Privatbanken also tun? Nach Ansicht von Norman Karrer, Geschäftsführer von zeb.Schweiz , wird es nicht genügen, einfach die Gebühren zu erhöhen. Benötigt würden neue Vergütungsmodelle, die den Kunden höhere Zahlungen abverlangen und gleichzeitig eine deutliche Verbesserung der Beratungsqualität mit sich bringen, so Karrer.

Zahlungsbereitschaft ist limitiert

Die Zahlungsbereitschaft in breiten Kundenschichten kann nach zeb-Erfahrung nur dann erreicht werden, wenn dem Kunden mit der Einführung eines neuen beratungsbasierten Preismodells eine deutliche Verbesserung der Beratungsqualität aufgezeigt und diese auch nachhaltig sichergestellt wird.

Und wie sollen Privatbanken dies umsetzen? Laut Karrer besteht grosses Potenzial für Verbesserungen in der Umsetzung der Preis-Konzepte im Tagesgeschäft. Ebenso hapere es, wenn Schweizer Privatbanken ihre Bezahlmodelle bei ausländischen Tochtergesellschaften im Onshore-Markt einsetzen wollen.

Zentrale kennt lokale Märkte zu wenig

Dies gelte insbesondere für den wichtigen Markt Deutschland. Nötig seien daher fundierte Kenntnisse der lokalen Situation. «Die verhältnismässig kleinen Tochtergesellschaften in Deutschland sind nach Ergebnissen der Studie nicht in der Lage, diese Kenntnis eigenständig aufzubauen. Gleichzeitig verfügen die Schweizer Zentralen oft nicht über die notwendigen lokalen Marktkenntnisse», so zeb.

 

 

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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