Forderung: Eine Bank pro 2'500 Einwohner

Eine Bank ist wie eine Post: Sie soll den Kunden ein flächendeckendes Filialnetz bieten. Das fordert eine Initiative im Kanton Schwyz.

«Den veränderten Kundenbedürfnissen anpassen» – so begründen Banken jeweils die Schliessung von einzelnen Filialen in Dörfern oder Stadtteilen. Die betroffenen Kunden, die aber nach wie vor diese Filiale gerne ansteuern würden, ärgert das natürlich.

So auch Beat Studer. Der 70-Jährige will die Schwyzer Kantonalbank zu einem flächendeckenden Filialnetz zwingen. Das heisst, das Staatsinstitut soll durch ein kantonales Gesetz dazu verpflichtet sein, in jeder Ortschaft des Kantons mit mehr als 2'500 Einwohnern eine Bankfiliale mit eigenem Personal zu betreiben.

Die für die Initiative notwendigen 2'000 Unterschriften hat Studer bei weitem zusammen, wie die «Luzerner Zeitung» am Mittwoch meldete. Das Initiativkomitee wirft der SZBK vor, sie würde willkürlich und ohne Not vier kleine Filialen schliessen. Nachdem die Bank sich weigerte, die flächendeckende Präsenz der Bank zu sichern müsse der Kanton als Eigentümer die Weichen stellen.

Hüben abbauen, drüben ausbauen

Die SZKB hatte im ersten Halbjahr 2014 drei ihrer 27 Filialen geschlossen – wegen veränderter Kundenbedürfnisse. Betroffen waren Seewen, Immensee und Freienbach. In Ibach wurden zwei Filialen zusammengelegt.

Im Gegenzug hatte die Bank fünf neue Firmenkunden-Zentren angekündigt. Sie bis 2018 den Online-Kanal ausbauen. Zudem stärkt sie die Filialen in den beiden Einkaufszentren Mythen-Center und Seedamm-Center.

Sie lehnt Studers Initiative ab. Diese würde die Kosten der Bank in die Höhe treiben und die Gewinne sinken lassen. Würde die Initiative angenommen, kämmen auf die Bank Investitionen von mindestens 18 Millionen Franken und Folgekosten von 4 bis 4,5 Millionen Franken zu.

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