Credit Suisse: Einmal mehr im Visier der US-Justiz

Nach der Manipulation der Libor-Zinsen und Devisenkurse geht das gefürchtete US-Justizdepartement (Department of Justice, DoJ) einem neuen Verdacht auf den Grund: Die Behörde will herausfinden, ob internationale Grossbanken den Markt für Anleihen öffentlichrechtlicher Institutionen zu ihren Gunsten beeinflussten.

Ins Visier dieser Untersuchungen ist nun auch ein Händler der Credit Suisse (CS) in London geraten, wie die britische «Financial Times» (Artikel bezahlpflichtig) von Insidern erfahren haben will. Demnach sind zurzeit die Schweizer Grossbank, die Bank of America, die französische Crédit Agricole sowie die japanische Nomura im Fokus der Untersuchungen.

Trader freigestellt

Die Banken haben nun reagiert, indem sie gewisse Händler freistellten – darunter ist auch ein Angestellter der CS-Investmentbank, wie es weiter heisst.

Das DoJ erhält bei den Untersuchungen offenbar volle Unterstützung von der britischen Bankenaufsicht (Financial Conduct Authority, FCA), die ihrerseits in dem Fall aktiv geworden ist.

Unter verschärfter Beobachtung

Während sich die CS sowohl im Libor-Skandal wie in der Affäre um manipulierte Devisenkurse bisher schadlos halten konnte, ist ihr Namen in Zusammenhang mit Edelmetall-Preisabsprachen gefallen. Ebenso steht die Grossbank in den USA unter verschärfter Beobachtung nach der Einigung im Steuerstreit 2014.

Zudem muss die Bank aus eigener Tasche einen «Wachhund» bezahlen, denn die New Yorker Finanzaufsicht zur Aufarbeitung des Kapitels bei ihr eingesetzt hat.

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NEWS GANZ KURZ

Credit Suisse

Laut Medienberichten will die Schweizer Grossbank ihren Anteil an einem chinesischen Brokerage-Gemeinschaftsunternehmen ausweiten. Demnach würde die Credit Suisse ihre Beteiligung an der lokalen Firma Credit Suisse Founder Securities von 33 auf 49 Prozent steigern; weder das Institut noch die chinesische Partnerin Founder Securities bestätigten die Spekulationen.

Investis

Die Westschweizer Immobiliengruppe Investis hat für den Börsengang am Donnerstag an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange den Angebotspreis bei 53 Franken pro Aktie festgelegt. Die Gruppe erwartet somit ein Erlös von 148 Millionen Franken.

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff abrupt verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

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