Weitreichende Neuausrichtung in der Regionalbanken-Szene

v.ln.r. Hans Nagel, Geschäftsführender Partner Inventx, Andreas Buri, CEO Clientis, Peter Kobel, Leiter Operations / Vertriebssupport Clientis, Gregor Stücheli, Geschäftsführender Partner Inventx

Hans Nagel, Geschäftsführender Partner Inventx, Andreas Buri, CEO Clientis, Peter Kobel, Leiter Operations / Vertriebssupport Clientis, Gregor Stücheli, Geschäftsführender Partner Inventx

Nicht weniger als 25 Schweizer Regionalbanken richten ihre IT neu aus. Neben der Swisscom kommt ein zusätzlicher Anbieter zum Zug. Es geht um ein Auftragsvolumen von rund 120 Millionen Franken.

Der epochale Wandel im Swiss Banking hat auch die Schweizer Regionalbanken erfasst. Im Rahmen einer weitreichenden Neuausrichtung haben sich 15 Clientis-Banken sowie 10 weitere, regional tätige Institute entschieden, einen Grossteil ihrer IT einem neuen Anbieter anzuvertrauen, wie ein führender Vertreter der Clientis-Gruppe entsprechende Informationen von finews.ch am Donnerstagabend bestätigte.

Die beteiligten Parteien haben am Freitagmorgen eine entsprechende Mitteilung publiziert.

Clientis 505

Die 25 Finanzinstitute mit einer konsolidierten Bilanzsumme von gegen 19 Milliarden Franken werden ab 2018 den Rechenzentrums-Betrieb sowie das Application Management der Churer Firma Inventx übertragen, die mit ihren rund 140 Spezialisten bereits auf die Bankbranche ausgerichtet ist. Dabei geht es um ein Auftragsvolumen von schätzungsweise 120 Millionen Franken.

Zu Lasten der Swisscom

Die Neuausrichtung geht zu Lasten der Swisscom, die bislang diese Aufgaben wahrgenommen hat und sich verständlicherweise auch gegen die Neuausrichtung stemmte, wie aus Branchenkreisen zu vernehmen ist. Sie wird indessen weiterhin gewisse Leistungen für die 25 Banken erbringen, namentlich die individuelle Datenverarbeitung an den rund 800 Arbeitsplätzen, die WAN- und LAN-Netzwerke sowie die Verarbeitung von Zahlungsverkehr und Wertschriften-Administration.

Die Betriebsaufnahme mit der Firma Inventx erfolgt per Anfang 2018, wobei nun bereits ein Übergangsprojekt startet. Das von sämtlichen 25 Banken bereits verwendete Kernbanken-System der Lenzburger Firma Finnova ist von den Änderungen nicht betroffen.

Von der Neuausrichtung versprechen sich die beteiligten Finanzinstitute eine grössere Flexibilität sowie deutlich tiefere IT-Kosten – immerhin der grösste Kostenblock beim Sachaufwand.

Die 15 Clientis-Banken sind folgende Institute:

  • Bank im Thal
  • Bank Küttigen-Erlinsbach
  • Bank Oberaargau
  • Bank Oberuzwil
  • Bank Thur
  • Bank Toggenburg
  • Biene Bank im Rheintal
  • BS Bank Schaffhausen
  • Caisse d'Epargne CEC
  • EB Entlebucher Bank
  • Sparcassa 1816
  • Sparkasse Oftringen
  • Sparkasse Sense
  • Spar- und Leihkasse Thayngen
  • Zürcher Regionalbank

Die übrigen zehn teilnehmenden Banken sind:

  • Ersparniskasse Schaffhausen
  • Regionbank Männedorf
  • Bank in Zuzwil
  • Bank Leerau
  • Bank Zimmerberg
  • Ersparniskasse Affoltern i.E.
  • Leihkasse Stammheim
  • Zürcher Landbank
  • Caisse d'Epargne de Cossonay
  • Hypo Landesbank Vorarlberg (Schweiz)

(Folgt mehr)

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Gegen die romantische Verblödung
  • Deutsche Bank im Visier Chinas
  • Die nächste Blase platzt im Bong
  • Nacktfotos für einen Kredit
  • Die Rendite ist weiblich
  • Das sind Trumps Einflüsterer
  • Diese TV-Stars verdienen am meisten
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram Follow finews.ch

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

Zürcher Bankenverband

News und Einschätzungen zum Zürcher Finanzplatz.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

SELECTION

Selection

Das sind die teuersten Sportwagen

Ferraris, Lamborghinis oder Porsches erregen kaum mehr Aufmerksamkeit, ausser es handelt sich um ein seltenes Modell.

Selection

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

Wie Sie eine Kündigung richtig verarbeiten

So reagiert man perfekt, wenn man plötzlich den blauen Brief kriegt.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

weitere News