Andreas Buri: «Wir senken die Informatik-Kosten signifikant»

Andreas Buri, CEO Clientis AG (Bild: schweizeraktien.net)

Andreas Buri, CEO Clientis AG (Bild: schweizeraktien.net)


Herr Buri, welche Überlegungen gingen der IT-Neuausrichtung bei der Clientis-Gruppe voraus?

In einem anderthalbjährigen, tiefgreifenden Evaluations- und Vorbereitungsprozess haben wir ein Benchmarking durchgeführt und uns schliesslich für eine Multiprovider-Strategie entschieden.

Damit wollen wir die steigenden Anforderungen an die Flexibilität und die Qualität der IT-Dienstleistungen noch besser erfüllen und gleichzeitig die IT-Kosten, der grösste Kostenblock beim Sachaufwand, signifikant senken. 

«Die Leistungen der Provider lassen sich gut in Pakete aufteilen»

Ist eine Multi-Provider-Strategie mit Swisscom und Inventx nicht ineffizient und kostspieliger?

Bereits erbringen Dutzende von externen Partnern IT-Teilleistungen für uns. Entsprechend lassen auch die Leistungen der Provider gut in Pakete aufteilen. Nach intensiven Abklärungen, auch bezüglich Risiken, sind wir zum Schluss gelangt, dass wir mit der Multiprovider-Strategie qualitativ wie kostenmässig optimal unterwegs sind. Die zehn weiteren Regionalbanken ausserhalb unserer Gruppe sind zum gleichen Schluss gelangt.

Werden diese zehn Banken mittelfristig auch zur Clientis-Gruppe stossen?

Neben dem IT-Plattform-Management beziehen die meisten der zehn Kundenbanken bereits heute weitere Leistungen der Clientis AG, unter anderem für Compliance und Anlegen.

«Persönlicher Kontakt und Beratung sind der wichtigste Vertriebskanal – trotz Technologie»

Über einen allfälligen Beitritt zur Clientis Gruppe entscheiden die einzelnen Banken selbständig. Konkrete Gespräche stehen derzeit abernicht an.

Welches Auftragsvolumen hat dieser Auftrag, der nun an die Inventx geht?

Im Rahmen des IT-Gesamtpakets ist es ein bedeutender Anteil. Ebenfalls ein bedeutender Anteil verbleibt bei Swisscom. Zahlen nennen wir keine.

Wie können Regionalbanken in einer zunehmend technologisierten Finanzwelt noch überleben?

Im Bankwesen, vor allem in unseren Kerngeschäften Hypotheken und Anlegen, wird der persönliche Kontakt und die massgeschneiderte Beratung langfristig der wichtigste Vertriebskanal bleiben – trotz zunehmender Technologie.

«Die Herausforderungen nehmen ohne Zweifel zu»

Dank unserer Kundennähe, den meist langjährigen positiven Kundenbeziehungen und dem überdurchschnittlichen Vertrauen, das uns die Kunden entgegenbringen, haben wir diesbezüglich klare Vorteile.

Ohne Zweifel nehmen aber auch die Herausforderungen im Bankgeschäft stetig zu. So setzen wir uns derzeit mit der Frage auseinander, wie wir künftig mit der Digitalisierung umgehen.

Was muss man sich konkret darunter vorstellen?

Vereinfacht gesagt: Wir definieren, welche Investitionen wir weiterhin für die Geschäftsstellen respektive für die weitere Automatisierung der Dienstleistungen tätigen wollen.


Andreas Buri ist seit 2014 CEO der Clientis AG. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann war er von 1973 bis 2004 in verschiedenen Funktionen für die UBS im In- und Ausland tätig. Danach arbeitete für die Bank CIC (Schweiz), Maerki Baumann, die Privatbank Bellerive sowie zuletzt für die Algerische Aussenhandelsbank.

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Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

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Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

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Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

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Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

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DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

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Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

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Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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