Raiffeisen-Gruppe auf der Überholspur

Die vorwiegend im Kleinkunden-Geschäft tätige Bankengruppe konnte 2011 ein hohes Volumen- und Gewinnwachstum verzeichnen. Das Filialnetz wird ausgebaut.

Raiffeisen_St.Gallen

Der Bruttogewinn konnte mit einem Zuwachs um 4,2 Prozent auf 992,1 Millionen Franken erneut gesteigert werden. Der Gruppengewinn der Raiffeisen-Gruppe beträgt 595,3 Millionen Franken (-5,1, Prozent), wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.

Aufgrund einer marktwertbedingten Abwertung der strategischen Beteiligungen – insbesondere Vontobel - in der Höhe von 56,5 Mio. Franken fiel der Gruppengewinn im Vergleich zum Vorjahr geringer aus.

Ausbau der Führungsposition

Mit über 8,9 Milliarden Franken zusätzlichen Hypothekarausleihungen (+7,5 Prozent) baute Raiffeisen die führende Position im Bereich der Finanzierung von privatem Wohneigentum weiter aus.

Der Bestand an Hypotheken betrug Ende 2011 128,5 Milliarden Franken, was einem von 15,7 Prozent auf 16,1 Prozent gesteigerten Marktanteil entspricht.

Die Kundenausleihungen insgesamt erhöhten sich 2011 auf 136,2 Milliarden Franken (+7,0 Prozent).

Mitgliederbestand gestiegen

Die Kundengelder nahmen auf 122,2 Milliarden Franken (+4,9 Prozent) zu. Treibend war dabei erneut das Geschäft der Spar- und Anlagegelder mit einem Zuwachs von 6,0 Milliarden Franken (+6,9 Prozent).

Über 79'000 neue Kunden entschieden sich für Raiffeisen; 68'000 Personen wurden neu Mitglied bei einer Raiffeisenbank, womit sich der Mitgliederbestand auf 1,75 Millionen Personen erhöhte.

Ziel: Diversifikation ausbauen

Raiffeisen hält auch für das laufende Jahr an der Wachstumsstrategie im Kerngeschäft fest. Den zukünftigen Erfolg sollen der weitere Ausbau des Bankstellennetzes in den Städten und Agglomerationen und Investitionen in die Nachfolgethematik im Firmenkundengeschäft sichern.

Der Erwerb der Notenstein Privatbank werde die Ertragsbasis weiter diversifizieren und gleichzeitig die Kompetenz in der Anlageberatung stärken, schreibt die Raiffeisen-Gruppe.

Mit neuen freizeitorientierten Angeboten und der Zusammenarbeit mit Konzertveranstaltern habe 2011 die Attraktivität der Mitgliedschaft zudem deutlich gesteigert werden können.

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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