Banken verschwinden, andere werden erwachsen

Die Konsolidierung hat bereits einige Geldhäuser ausgelöscht. Doch es gibt auch andere Entwicklungen. Ein Finanzinstitut wird jetzt 20 Jahre alt. 

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Die Saxo Bank, Spezialistin für Online-­Trading und Investment, feiert dieser Tage ihr 20-jähriges Bestehen. Im Jahr 1992 in Kopenhagen (Bild oben; Hauptsitz, Bild unten im Innern) gegründet, ist die Saxo Bank seit zwei Jahrzehnten einer der Pioniere in der Entwicklung internetbasierter Informations-­‐ und Handelsplattformen.

Heute ist die Bank mit insgesamt 1'400 Mitarbeitern in 21 Ländern der Welt vertreten. In der Schweiz ist sie in Zürich sowie in Genf vertreten und beschäftigt insgesamt 70 Angestellte. Von Beginn an war die Technologie der Saxo Bank das zentrale Element ihrer Wettbewerbsfähigkeit in der Online-­Trading-­Branche.

White Labeling für mehr als 100 Finanzhäuser

Sowohl Privatanleger als auch institutionelle Kunden können über die Handelsplattformen der Bank Devisen, CFDs, ETFs, Aktien, Futures, Optionen und andere Derivate handeln. Als reguliertes europäisches Kreditinstitut mit Vollbanklizenz bietet die Saxo Bank drei vollintegrierte Handels-­Plattformen in mehr als 20 Sprachen: den browsergestützten «SaxoWebTrader», die Desktop-­Version «SaxoTrader» und die App «SaxoMobileTrader».

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Ein wichtiger Bestandteil des Saxo-Bank-Geschäftsmodells ist das so genannte White Labeling. Dabei stellt die Bank ihre Handelsplattformen heute bereits mehr als 100 Finanzinstituten zur Verfügung, die diese dann ihren eigenen Kunden unter eigener Marke anbieten.

Neuerdings auch Beratungsdienstleistungen

Um den Interessen der Kunden gerecht zu werden, baut die Saxo Bank ihr Informationsangebot rund um die weltweiten Finanzmärkte kontinuierlich aus. Ebenso ist das Finanzinstitut über Saxo Asset Management im professionellen Portfolio-­ und Fonds-­Management tätig und betreut hier vermögende Privatkunden und institutionelle Investoren. Über die Saxo Privatbank werden seit 2011 auch Bank-­ und Beratungsdienstleistungen aus dem traditionellen Bankgeschäft angeboten.

In einer gemeinsamen Stellungnahme erklärten die beiden Gründer und CEOs der Saxo Bank, Kim Fournais und Lars Seier Christensen: «Unser Erfolg beruht auf der Kompetenz und dem Engagement aller unserer Mitarbeiter. Sie haben die Saxo Bank zu dem gemacht, was sie heute ist. Besonderer Dank gilt auch unseren zahlreichen Mitarbeitern in der technischen Entwicklung, der Wartung und dem Support. Die stetigen technologischen Neuerungen waren und sind weiterhin entscheidend für das Wachstum und die künftige Entwicklung der Saxo Bank.»

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NEWS GANZ KURZ

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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