Die zehn besten Steuerparadiese

Die zehn besten Steuerparadiese

Wohin, wenn man keine oder kaum Steuern zahlen will? Es gibt einen Strauss an Möglichkeiten, aber hier werden die allerbesten Standorte genannt. Auch die Schweiz gehört dazu.

Steueroptimierung ist bei den Reichen nach wie vor en vogue. Sie können ihre Vermögen zwar nicht mehr bei einer Schweizer Bank platzieren, um dem Fiskus in ihrer Heimat zu entgehen.

Aber sie können irgendwo auf der Welt Aufenthalter werden, wo die Steuerrate extrem tief ist oder schon gar keine Vermögens- oder Einkommenssteuern erhoben werden.

Wechsel der Staatsbürgerschaft

Da die Wahl nicht immer ganz einfach fällt und Vor- und Nachteile eines solchen «Umzugs» sorgfältig abgewogen werden müssen, haben sich dafür spezialisierte Dienstleister etabliert - sogenannte «Relocator».

Bradley Hackford ist ein solcher Relocator, der seine Kunden in Bezug auf den Umzug in ein anderes Land, den Wechsel der Staatsbürgerschaft und den Kauf von Immobilien berät.

Er verfügt zu den entsprechenden Standorte auch über alle relevanten Informationen bezüglich Lebensqualität und Freizeitmöglichkeiten, Rechtssicherheit und politische Stabilität, Investmentmöglichkeiten und Erreichbarkeit hat.

Darum ist Bradley Hackford auch berufen, eine Rangliste der besten Steuerparadiese zu erstellen. Hier ist sie:

  • 1. Bahamas
  • 2. Andorra
  • 3. Monaco
  • 4. Bulgarien
  • 5. Panama
  • 6. Mauritius
  • 7. Dubai
  • 8. Guernsey
  • 9. Cayman Islands
  • 10. Schweiz

Und so begründet Bradley Hackford das Ranking:

Bahamas: Der Staat, der aus rund 700 Inseln besteht, erhebt keine Einkommenssteuer. Der Lebensstandard gilt als exzellent und die politische Stabilität ist hoch. Ausserdem liegen die Bahamas in unmittelbarer Nähe der USA.

Eine Aufenthaltsbewilligung erhält jeder, der für mindestens 500'000 Dollar eine Immobilie erwirbt. Wer gewillt ist, 1,5 Millionen Dollar zu investieren, erhält ein beschleunigtes Bewilligungsverfahren.

Andorra: Das Fürstentum in den Pyrenäen ist aus Steuergründen traditionell bei Franzosen und Spaniern ein beliebter Wohnort, zunehmend auch für Russen und Asiaten. Geschätzt wird die Sicherheit und dass Andorra ein Teil Europas ist. Abgesehen von der Einkommenssteuer, die zwischen 0 und 10 Prozent liegt. Auch die Mehrwertsteuer von 4,5 Prozent ist zu verkraften.

Monaco: Auch ein Fürstentum – aber mit deutlich höheren Lebenskosten und Immobilienpreisen als Andorra. In Monaco zahlt man weder Vermögens- noch Einkommenssteuer, ausser man ist französischer Staatsbürger.

Voraussetzung für eine Aufenthaltsbewilligung ist Reichtum und zwar soviel, dass man nicht mehr arbeiten muss. Ausserdem muss man ein Konto mit 500'000 Euro bei einer monegassischen Bank eröffnen .

Bulgarien: Das EU-Land bietet mit einer 10-Prozent-Flatrate die tiefsten Einkommenssteuern in Europa. Ausserdem ist auch das Leben in der Hauptstadt Sofia noch erschwinglich. Für Europäer ist eine Aufenthalthaltsbewilligung kein Problem. Nicht-Europäer müssen mindestens 511'000 Euro investieren, zum Beispiel in bulgarischen Staatsanleihen. Nach fünf Jahren erfolgt die Rückzahlung.

Panama: Das Land besteuert nur Einkommen, die im Lande selber generiert werden. Ansonsten lockt es mit seinen tiefen Lebenskosten und der schönen Natur. Aufenthaltsbewilligungen sind einfach zu haben und werden «Nationaliäten von befreundeten Ländern» vergeben. Der Immobilienmarkt in Panama City boomt, bietet also auch Investmentchancen. Panama entwickelt sich zudem zu einem Finanzhub.

Mauritius: Vor allem bei Franzosen beliebt wegen einer Einkommenssteuer, die bei 15 Prozent liegt. Die Lebensqualität ist recht hoch, allerdings liegt die Insel im Indischen Ozean fernab von Metropolen und Finanzentren. Der einfachste Weg zu einer Aufenthaltsbewilligung führt über den Kauf einer Liegenschaft im Wert von 500'000 Dollar.

Dubai: Die Metropole am Golf bietet die Vorzüge der vollkommenen Steuer-Neutralität und der Freihandelszonen. Der Aufbau einer Struktur in einer der Freihandelszonen ist meist Voraussetzung für eine Aufenthaltsbewilligung.

Der Prozess dauert rund zwei Wochen. Man muss anwesend sein, bis die Bewilligung da ist. Diese verfällt, wenn man nicht mindestens einmal alles sechs Monate in Dubai ist.

Guernsey: Die Kanalinsel erhebt eine Einkommenssteuer von maximal 20 Prozent und einen Höchstbetrag von 110'000 Pfund auf Einkommen, die auf der Insel erzeugt worden sind wie auch auf ausserhalb Guernseys erzielten Einkommen. Die höchste Steuer, die man auf Guernsey demnach bezahlen muss, beläuft sich auf 220'000 Pfund.

Cayman Islands: Auf der Karibikinsel zahlen ausländische Investoren keine Steuern. Wer nicht britischer Staatsbürger ist, erhält eine Aufenthaltsbewilligung mit einem Arbeitsnachweis.

Schweiz: Als Steuerparadies können nur noch jene Kantone gelten, die eine Pauschalbesteuerung anbieten. Pauschalbesteuerte erhalten auch leicht eine Aufenthaltsbewilligung. Ansonsten bietet die Schweiz Stabilität, Lebensqualität und – hervorragende Banken.

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Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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