Schweizer Asset-Management-Initiative muss neu lanciert werden

(Bild: Shutterstock)

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Mehrmals hat finews.ch die Asset-Management-Initiative der Schweizerischen Bankiervereinigung und des schweizerischen Anlagefonds-Verbans (heute: Swiss Funds & Asset Management Association, SFAMA) kritisch hinterfragt.

Dabei ging es nicht darum, dieses Projekt in Grund und Boden zu schreiben, sondern realistisch die Erfolgschancen einzuschätzen und vor allem auch nach einer gewissen Zeit erste konkrete Resultate zu erkennen. Doch solche (nennenswerten) Resultate blieben seit der Lancierung Ende 2012 regelrecht aus. 

Neue Schlagkraft erhofft

Vor diesem Hintergrund erstaunt es folglich nicht, dass diverse Interessenverbände nun bestrebt sind, das an sich interessante Vorhaben neu aufzugleisen, wie die «NZZ am Sonntag» (Artikel kostenpflichtig) an vergangenen Wochenende berichtete. «Wir führen derzeit Diskussionen darüber, die Initiative in ein neues Gefäss zu überführen», sagte Daniela Flückiger, Sprecherin der Bankiervereinigung der Zeitung.

Absicht der Gespräche sei es, einen «institutionalisierten, dauerhaften Rahmen mit mehr Schlagkraft zu schaffen für die Weiterentwicklung dieses wichtigen Geschäftsfelds».

Viele Mängel

Wie finews.ch schon früher feststellte, wies die bisherige Initiative zahlreiche Mängel auf, die sich von der Öffentlichkeitsarbeit über die Finanzierung bis hin zu den einzelnen Projekten erstreckte. In den meisten Fällen (Asset-Management-Campus, Asset-Management-Konferenz, Partnerschaften) blieb es bei Absichtserklärungen. 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Saxo Bank

Antonio Ferrante, der Chef der Saxo Bank Schweiz, ist zurückgetreten. Interimistisch übernimmt Patrick Hunger seinen Posten. Ferrante war nur wenig länger als zwei Jahre lang Chef des Online-Trading-Hauses. Er kam Anfang 2014 von der Credit Suisse für Søren Mose, der Saxo zusammen mit COO Ian Keates und Finanzchef Martin Beinhoff verlassen hatte.

Aargauische Kantonalbank

Das Staatsinstitut muss dem Kanton Aargau aus dem Rekordgewinn von 2015 mehr Geld abliefern. In die Staatskasse fliessen gemäss Beschluss des Eigners 91 Millionen Franken. Das sind 16 Millionen Franken mehr, als die Bank vorgeschlagen hat.

Fonds-Daten

Nach zweijähriger Zusammenarbeit haben sich zwei Dutzend Finanzinstitute angeführt von UBS, Credit Suisse und Julius Bär in Kooperation mit der Firma Fundinfo auf die Veröffentlichung des «openfunds-Standards». Die Initiative definiert häufig verwendete Fonds-Datenfelder. Jedes der 200 einzelnen Felder wird für die Datenübertragung spezifiziert und mit einem Identifier versehen.

SIX

Die Netzwerkprobleme der SIX sind nun vollständig behoben. Die Ursachen seien identifiziert. Die Systeme würden seit Mittwoch wieder stabil und ohne weitere Unterbrüche laufen. Die SIX hatte während über zwei Tagen mit grossen Netzwerkstörungen gekämpft, insbesondere der Zahlungsverkehr war betroffen gewesen.

Fondsmarkt

Das Vermögen der in der Statistik von Swiss Fund Data und Morningstar erfassten Anlagefonds erreichte im Mai 2016 rund 894 Milliarden Franken. Dies entspricht im Vergleich zum Vormonat einer Zunahme von knapp 20 Milliarden Franken oder 2,2 Prozent. Die Nettomittel-Zzuflüsse betrugen rund 340 Millionen Franken.

Postfinance

Die Postbank beteiligt sich am Kölner Fintech-Startup Moneymeets. Dieses betreibt eine Online-Plattform in den Bereichen Multibanking, Personal Finance Management und Versicherungen. Angestrebt ist ein Wissenstransfer, der Postfinance den Vorstoss in neue Geschäftsfelder ermöglichen soll.

Credit Suisse

Die Credit Suisse hat zum dritten Mal ihre Studie zum Finanzplatz Schweiz veröffentlich. Darin legt die Bank die Entwicklungen der letzten zwei Jahre dar, vergleicht die Positionierung internationaler Finanzplätze und geht auf Trends ein. Ausserdem sind in der Studie Faktoren für den zukünftigen Erfolg des Finanzplatzes definiert und es werden Handlungsempfehlungen sowohl für Marktteilnehmer als auch für Politik und Regulatoren gegeben.

Thurgauer Kantonalbank

Das Wahlprozedere für den Bankrat der Thurgauer Kantonalbank ist bestätigt worden. Der Thurgauer Grosse Rat hat eine parlamentarische Initiative von drei SVP-Kantonsräten abgelehnt: Darin wurde verlangt, dass künftig das Parlament neue Mitglieder für den Bankrat vorschlagen kann - und nicht mehr die Regierung.

Banken-Rating

Die Ratingagentur Fitch hat das Langfristrating für die UBS auf «A+» von bisher «A» erhöht. Die Erhöhung der Langfristratings für UBS AG und UBS Schweiz reflektiere die Kapitalposition der Gruppe. Die Gruppe sei damit in der Lage, die vorrangigen Verpflichtungen auch im Liquidationsfall zu decken. Das Langfristrating für die Credit Suisse bleibt bei «A».

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