DealMarket feiert einjähriges Bestehen

Der vor Jahresfrist lancierte Online-Marktplatz für Private-Equity-Transaktionen hat sich überraschend schnell in der Branche durchgesetzt.

Im März 2011 starteten die beiden Finanzfachleute Alex Vukajlović und Céline Fillistorf die Online-Plattform DealMarket, wie finews.ch exklusiv berichtete.

Genauso wie bei einem Immobilien-Portal treffen sich auf DealMarket Käufer und Verkäufer online, nur geht es dabei um Private Equity, also um Investments in nicht-kotierte Unternehmen.

Kostenlos für Investoren

Obschon im Laufe der letzten zwölf Monate mehrere vergleichbare Angebote lanciert wurden, konnte sich DealMarket als branchenführende Plattform etablieren. Die Website verfügt mittlerweile über mehr als 15'000 wiederkehrende Kunden aus ingesamt 154 Ländern.

In der Praxis steht DealMarket den Investoren kostenlos zur Verfügung. Private-Equity-Anbieter sowie andere Dienstleistungsunternehmen in dieser Branche zahlen eine Monatsgebühr von 100 Franken, damit ihr Inserat aufgeschaltet wird. In der Folge kann es ohne Unterbruch verlängert werden.

Interaktive Tools

Auf dieser Basis entsteht auf DealMarket eine leicht verständliche und detaillierte Übersicht über sämtliche Private-Equity-Angebote und -Transaktionen. Zudem liefert die Plattform über die Service-Funktion «MyOffice» verschiedene Tools zur Interaktion mit den anderen Benützern.

Mehr als 200 Firmen machen mittlerweile davon Gebrauch, darunter auch zahlreiche grosse Family Offices und Unternehmen wie HSBC, UBS, Partners Group, Zürcher Kantonalbank oder Accenture, PwC und AXA Private Equity.

Neuer CEO seit Februar

Personell hat DealMarket in den letzten Monaten ebenfalls ausgebaut: CEO Céline Fillistorf wechselte in den Verwaltungsrat, während Urs Haeusler Anfang Februar 2012 die Firmenleitung übernahm.

Haeusler verfügt über mehrjährige Erfahrung im Aufbau und in der Führung von Online-Unternehmen. In seiner letzten Funktion war er bei amiando (Xing-Gruppe) für den Aufbau, die Internationalisierung und den Trade Sale an Xing verantwortlich.

Exklusive PE-Studie

Aus Anlass des einjährigen Bestehens hat DealMarket in Zusammenarbeit mit dem internationalen Beratungsunternehmen «The Boston Consulting Group» eine Studie zu den Dimensionen und Chancen im Private-Equity-Markt erstellt.

Dealmarket

Wichtigste Erkenntnis daraus: Mit insgesamt 10'941 Private-Equity-Transaktionen in den letzten zwei Jahren hat die Branche wieder an Momentum gewonnen. Das Volumen dieser Deals belief sich dabei auf 243 Milliarden Dollar, was im Zweijahresvergleich (2009/2011) einem Plus von 143 Prozent entspricht.

Investoren suchen alternative Anlagemöglichkeiten

Allerdings liegen diese Zahlen noch weit von den höchsten Werten in den Jahren 2006 und 2007 entfernt. Damals belief sich das Transaktionsvolumen auf 441 respektive auf 835 Milliarden Dollar, wie aus der Erhebung weiter hervorgeht.

Da sich das traditionelle Börsenumfeld nach wie vor als sehr volatil und schwer abschätzbar erweist, suchen zahlreiche Investoren zunehmend nach alternativen Anlagemöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund dürfte die Nachfrage im Private-Equity-Sektor in nächster Zeit deutlich zunehmen, folgern die Autoren der Studie.

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Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

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