Bank Frick vereinfacht Einzahlungen für Krypto- und Zahlungsplattformen

Die Bank Frick führt sogenannte Named Virtual IBANs (VBAN) ein, wie das Institut am Dienstag bekanntgab. Die virtuellen Kontonummern sollen insbesondere Plattformbetreibern die Verarbeitung einer grossen Zahl von Endkundeneinzahlungen erleichtern.

Im Unterschied zu herkömmlichen virtuellen IBANs wird eine Named VBAN einer bestimmten natürlichen oder juristischen Person zugeordnet. Bei einer Überweisung kann diese Person dadurch namentlich als Zahlungsempfänger angegeben werden.

Weniger manuelle Zuordnung

Im Hintergrund sind die virtuellen IBANs mit einem zentralen Safeguardingkonto des jeweiligen Bank-Frick-Kunden verbunden. Eingehende Zahlungen werden automatisch dem entsprechenden Endkunden zugeordnet und dem zugrunde liegenden Konto gutgeschrieben.

Damit soll insbesondere die bisher teilweise notwendige manuelle Zuordnung über Zahlungsreferenzen entfallen. Nach Angaben der Bank können zudem Rückfragen, Warnhinweise oder abgelehnte Einzahlungen reduziert werden.

Krypto-Börsen und Broker im Fokus

Die Lösung richtet sich vor allem an Krypto-Börsen, Broker, OTC- und Trading-Plattformen sowie Anbieter von Zahlungs- und Plattformlösungen. Für sie soll die automatisierte Zuordnung eine skalierbare Verarbeitung auch hoher Transaktionsvolumen ermöglichen.

Die Named VBANs lassen sich über die Schnittstelle der Bank erstellen, verwalten sowie aktivieren und deaktivieren. Voraussetzung ist eine entsprechende API-Integration.

Brücke zu digitalen Geschäftsmodellen

Bank Frick hat sich früh auf die Schnittstelle zwischen traditionellem Banking und digitalen Vermögenswerten spezialisiert. Bereits 2018 begann das Institut mit regulierten Blockchain-Banking-Dienstleistungen. Zum Angebot gehören inzwischen unter anderem die Tokenisierung von Vermögenswerten, Fondslösungen und Kapitalmarktemissionen.

Die 1998 gegründete und weiterhin in Familienbesitz befindliche Bank beschäftigt in Balzers rund 300 Mitarbeitende. Neben dem Hauptsitz in Liechtenstein verfügt sie über Standorte in London und Dubai.