Bank Frick gibt sich mit weniger zufrieden

Die Bank Frick hat im ersten Halbjahr einen Reingewinn von 4,3 Millionen Franken erzielt, 4,7 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Trotzdem zeigt sich CEO Edi Wögerer im am Donnerstag publizierten Communiqué zufrieden: «Das Ergebnis des ersten Halbjahrs entspricht unseren Erwartungen. Unser diversifiziertes Geschäftsmodell bildet auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld eine solide Grundlage.»

Der Nettozinsertrag ging um 15,1 Prozent auf 17,1 Millionen Franken zurück. Besonders markant litt der Erfolg aus Handelsgeschäften. Er sank von 16,9 Millionen im Vorjahreszeitraum auf 10,4 Millionen Franken.

Zuwachs im Kommissionsgeschäft

Immerhin resultierte im Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft ein Plus. Hier belief sich der Erfolg auf 10,2 Millionen Franken. 

Zudem gelang es den Liechtensteinern, die Kosten im Griff zu behalten. Der Geschäftsaufwand nahm um 4 Prozent auf 36,7 Millionen Franken ab.

Weniger Kundeneinlagen, weniger Kredite

Die Bank befindet sich offensichtlich in einer Transformationsphase. «Das erste Halbjahr stand im Zeichen tieferer Kundeneinlagen und eines reduzierten Kreditportfolios. Auch die Marktperformance und der intensivere Wettbewerb im Kryptomarkt beeinflussten die Ertragslage», heisst es in der Mitteilung.

Die Kundenvermögen schrumpften von 7,6 Milliarden am Jahresende auf 6,9 Milliarden Franken Ende Juni. Zum Rückgang von 9 Prozent hätten auch Marktbewegungen (gemeint ist wohl der Kryptomarkt) beitragen. Weiter wirkten Währungseffekte sowie «Netto-Neugeldabflüsse einzelner Kunden» im Umfang von knapp einer halben Milliarde Franken. Auch die Bilanzsumme hat sich von 2,8 auf 2,3 Milliarden reduziert.

Ausblick: Gewinn von 8,4 Millionen in 2026 

Für das zweite Halbjahr bleibt die Bank vorsichtig. Sie rechnet «weiterhin mit einem von geopolitischen Unsicherheiten und hoher Marktvolatilität geprägten Umfeld». CFO Melanie Mündle wird konkreter: «Unsere diversifizierte Ertragsbasis bildet eine gute Grundlage. Für das Gesamtjahr halten wir an unserer Gewinnprognose von rund 8,4 Millionen Franken fest.»

Im Februar 2026 hatten die Liechtensteiner angekündigt, dass sie langfristige Investoren suchten und strategische Partnerschaften evaluierten (finews berichtete). Zu dieser Thematik ist im Abschluss nichts zu finden. Auch zum Projekt Campus Bank Frick in Unterbendern gibt es offenbar keine vermeldenswerten Informationen (finews berichtete).

Die 1998 gegründete Bank ist heute (noch) vollständig im Besitz der Kuno Frick Familienstiftung. Sie beschäftigt insgesamt 300 Mitarbeiter; an ihrem Hauptsitz, in der Niederlassung in London sowie in der Branch in Dubai.