Vontobel-CEO Herbert Scheidt unter Druck

Die Zürcher Bank Vontobel bekundet Probleme an mehreren Fronten. Dadurch ist die Person von Herbert Scheidt zunehmend umstritten.

Eines der Hauptprobleme von Vontobel heisst derzeit Deutschland. Die Bank ist seit 2002 dort aktiv. Allerdings hat sich der damalige Markteinstieg bis heute nicht wirklich gerechnet. Zum einen seien die Kosten höher als erwartet, zum anderen belaste der Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz das Geschäft, wie die «SonntagsZeitung» am Wochenende berichtete.

Letzte Woche fand nun eine Verwaltungsratsklausur statt. Offenbar steht Vontobel-CEO stark unter Druck. Bereits war denn auch schon die Rede, ihn auszuwechseln. Als mögliche Kandidaten gelten in der Presse unter anderem Martin Sieg Castagnola, dem Leiter der Finanzabteilung, der vor kurzem von der ZKB zu Vontobel gestossen ist. Auch der Leiter des Asset Management, Zeno Staub, und der Chef des Private Banking, Peter Fanconi.

Personeller Wechsel in Hamburg

Ein neuer Chef soll allerdings erst Ende September, also nach den deutschen Wahlen bekanntgegeben werden, damit dies nicht im Medientummel untergehe. Bankintern heisst es, dass es Herbert Scheidt schwer falle, unpopuläre Entscheidungen zu fällen.

Die Bank Vontobel wollte sich gegenüber der Presse dazu nicht äussern. Sie bestätigte aber den Wechsel in der Leitung der Hamburger Filiale. Joachim Schroeder-Hohenwarth muss die Stelle nach nur einem halben Jahr wieder verlassen und geht in den Ruhestand.

Scheidt beharrte auf seinen Bonus

Intern soll sich Scheidt ebenfalls keine Freunde gemacht haben, nachdem er im Frühjahr versucht hatte, Sparmassnahmen durchzupauken. Er strich  Lohnzulagen und verbannte die Obstschalen aus den Abteilungen.

Selber brachte er dagegen keine Opfer auf, wie die «SonntagsZeitung» weiter berichtete. Ein Antrag, die Boni für die Senior Manager zu streichen, lehnte er ab und bestand auf seinen Bonus. Für das Jahr 2008 bezog er insgesamt 4,7 Millionen Franken.

Damit ist er ein Topverdiener unter den Schweizer Managern, nicht zuletzt gemessen an der Grösse der Vontobel Bank. Laut einem Kadermann fehle es Scheidt zunehmend an Rückhalt in der Belegschaft.

 

 

 

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Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

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Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

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Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

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Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

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Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

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