Neue Führungsstruktur für Raiffeisen

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Der designierte Raiffeisen-Chef Patrik Gisel baut die Kommandobrücke um und holt neue Leute.

Die Raiffeisen Gruppe in der Schweiz stärkt mit einer neuen Führungsstruktur ihre Ausrichtung auf die Kunden. Die Segmente Privat- und Anlagekunden sowie Firmenkunden erhalten mehr Gewicht und werden neu als zwei eigene Departemente geführt, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Das neue Departement Services bündelt zentrale Dienstleistungen und Compliance-Funktionen. Gleichzeitig beruft die Raiffeisen-Gruppe mit dem 40-jährigen Schweizer Christian Poerschke (Bild) ein neues Mitglied in die Geschäftsleitung.

Poerschke stiess bereits 2005 zu Raiffeisen. In den vergangenen acht Jahren leitete er den Bereich Unternehmensentwicklung & Controlling bei Raiffeisen Schweiz.

Patrik Gisel setzt Prioritäten

Die Neuorganisation wird ab Anfang Mai umgesetzt und ist mit keinem Personalabbau verbunden. Gleichzeitig wird die «Koordination Gruppensteuerung» als neues Gremium geschaffen. Sie soll die übergreifende Koordination und Steuerung der Gruppengesellschaften sicherstellen.

«Das Ziel von Raiffeisen ist, noch kundennäher, schneller und profitabler zu werden und das Kerngeschäft unserer Raiffeisenbanken zu stärken. Dabei setzen wir klare Prioritäten: laufende Initiativen erfolgreich abschliessen; im Privat-, Anlage- und Firmenkundengeschäft weiter wachsen; für unsere Kunden zukunftsweisende digitale Bankdienstleistungen aufbauen; unsere Diversifikationsstrategie umsetzen; und unsere Organisation entsprechend weiterentwickeln», sagte Patrik Gisel, designierter CEO von Raiffeisen Schweiz, am Dienstag.

Expertengruppe für Digitalisierung gegründet

Um zukunftsweisende, digitalisierte Bankdienstleistungen zu entwerfen, gründet Raiffeisen zudem das RAItec Lab, eine direkt dem CEO unterstellte Expertengruppe.

Damir Bogdan, bisher Leiter des Departements IT, will künftig eine berufliche Herausforderung ausserhalb der Raiffeisen-Gruppe verfolgen, wie es weiter heisst. Unter seiner Führung konnten trotz starkem Kundenwachstum und der Diversifikation des Produktportfolios die IT-Kosten wesentlich gesenkt werden.

Weitere Ernennungen zu gegebener Zeit

Die Besetzung der Departementsleitungen IT und Firmenkunden wird zu gegebener Zeit kommuniziert. Die anderen Departemente werden mit bisherigen Mitgliedern der Geschäftsleitung besetzt:

Michael Auer leitet das Departement Privat- und Anlagekunden und Gabriele Burn das Departement Niederlassungen und Regionen. Marcel Zoller bleibt Leiter Finanzen und Paulo Brügger Leiter Zentralbank.

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NEWS GANZ KURZ

Allianz Suisse

Der Versicherer hat in der Romandie Wohn- und Büroimmobilien im Volumen von rund 290 Millionen Franken erworben. Dabei handelt es sich bislang um die grösste Immobilieninvestition in der Westschweiz für die Allianz Suisse. Angesichts des anhaltenden Tiefzinsumfelds investiert der Versicherer verstärkt in Immobilien.

Swiss Re

Die Ratingagentur Fitch hat das Rating für Finanzstärke für den Rückversicherer Swiss Re mit AA– und den Ausblick mit «stabil» bestätigt. Auch das Langfristrating bleibt mit stabilem Ausblick unverändert bei A+.

Swiss Life

Swiss Life Asset Managers erweitert ihr Immobilienportfolio in Deutschland um das Wohn- und Geschäftshaus Bernsteincarré in Leipzig. Auf 6'500 qm Mietfläche werden Geschäfte, Gastronomie und Büros entwickelt. Hinzu kommen 18 Wohnungen. Das Projekt befindet sich aktuell im Bau, die Fertigstellung ist für 2017 vorgesehen.

Syz Asset Management

Am 1. Dezember hat der internationale Vermögensverwaltungs-Arm der Genfer Bank Syz eine Niederlassung in München eröffnet. Wie finews.ch exklusiv berichtete, wird die Niederlassung von Michael Schlieper, Region Head Deutschland und Österreich, geleitet.

Varia US Properties

Die Zuger Immobilienfirma Varia US Properties hat am Donnerstag ihren ersten Handelstag an der Schweizer Börse SIX. Insgesamt wurden 3,5 Millionen Aktien zu einem Preis von 35 Franken ausgegeben. Varia konzentrier sich auf den US-Miethäusermarkt.

Banco Stato

Das Dotationskapital der Tessiner Kantonalbank wird massiv von 240 auf 500 Millionen Franken ausgeweitet. Dies teilte der Kanton Tessin als Eignerin des Instituts mit.

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

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