Devisenskandal: Der UBS droht erneut eine gewaltige Busse

Die Schweizer Grossbank wurde wegen Manipulation von Devisenkursen bereits kräftig zur Kasse gebeten. Ausgestanden ist die Sache allerdings bei Weitem nicht. Der UBS drohen in den USA nun weitere Strafzahlungen in Milliardenhöhe.

Das US-Justizministerium (Department of Justice DoJ) will bei den offenen Rechtsfällen im Zusammenhang mit der Manipulation von Devisenkursen zügig vorangehen. In einem umfassenden Abkommen mit fünf Grossbanken, darunter die UBS, will das DoJ per Mitte Mai die Causa ad acta legen, wie die «Financial Times» (Artikel bezahlpflichtig) am Montag berichtete.

Davon betroffen sind neben der UBS auch J.P. Morgan, Barclays, Citigroup und Royal Bank of Scotland (RBS). Einigen von ihnen drohen dem Bericht zufolge Bussen von bis zu 1 Milliarde Dollar. Bereits letzten November wurde die UBS von Schweizer, britischen und amerikanischen Behörden in dieser Sache mit 800 Millionen Dollar gebüsst, wie auch finews.ch berichtete. 

Die Krux mit der Wiederholungstat

Womöglich sei der Zeitplan zu eng gesteckt, wie das Blatt weiter schreibt. Denn die Sache sei sehr komplex und für jede Bank gälten spezifische Umstände, berichtete das Finanzblatt weiter. Bei der UBS bestehe etwa Uneinigkeit darüber, wie gross der «Rabatt» für die Selbstanzeige ausfallen solle. Die UBS war die erste Bank, welche interne Manipulationen den Behörden meldete.

Doch der Rabatt könnte hinfällig werden, wenn das US-Justizministerium die Schweizer Bank als Wiederholungstäterin einstuft. Denn wiederholtes Fehlverhalten wird vom DoJ in der Regel drakonisch bestraft. In einer Analyse von Autonomous Research könnte die UBS mit bis zu 8 Milliarden Dollar für die begangenen Devisenmanipulationen bluten. 

Weiter offene Rechtsfälle

Die Grossbank war bereits in den Libor-Skandal involviert und steht erneut im Visier amerikanischer Behörden wegen mutmasslicher Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Dies, nachdem die Bank 2009 für bislang aufgedeckte Steuerbetrugspraktiken eine Busse von 780 Millionen Dollar zahlte.

Letzten Februar kam zudem der Verdacht auf, die UBS habe zu hohe Gebühren von ihren Kunden für den Verkauf von Devisen-Derivaten verlangt. Das DOJ habe sich auch der Sache angenommen, hiess es damals.

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden.

DOSSIER BANKEN

Dossier Banken

Dossier UBS Dossier Credit Suisse Dossier Bank Vontobel Dossier Julius Bär Dossier Zürcher Kantonalbank

Die wichtigsten Schweizer Banken auf einen Blick:

 

DAS BESTE IM WEB

Gute Stories und Links aus aller Welt

  • Deutsche Bank am Abgrund
  • Absturz eines Hedgefonds-Stars
  • 1MDB-Skandal: Nach DiCaprio auch Robert de Niro im Visier
  • Wird die Webseite Ihrer Firma gerade gehackt?
  • Von der Edelboutique zur Schnäppchenbude
  • So will George Soros die Flüchtlingskrise bekämpfen
  • Der naive Rettungsplan der «Euro-Freunde»
mehr

Follow us

Follow finews.ch on Twitter Follow finews.ch on Facebook Follow finews.ch on Google+ Follow finews.ch on LinkedIn Follow finews.ch on Xing Follow finews.ch on Youtube Follow finews.ch on Instagram

Zürcher Bankenverband

Führende Vertreter der Schweizer Finanzbranche zum Thema Regulierung.

Beiträge lesen

Lohnvergleich

Lohnvergleich

Verdienen Sie genug? Vergleichen Sie doch mal Ihren Lohn.

zum Lohnvergleich

Newsletter

Newsletter-SymbolKostenlos abonnieren

Abonnieren Sie jetzt den finews.ch-Newsletter und Sie erhalten kostenlos 2x wöchentlich die wichtigsten News aus der Schweizer Finanzwelt per E-Mail.

SELECTION

Selection

Das sind die teuersten Sportwagen

Ferraris, Lamborghinis oder Porsches erregen kaum mehr Aufmerksamkeit, ausser es handelt sich um ein seltenes Modell.

Selection

Selection

Diese Bank bezahlt am besten

Bei den Löhnen sticht eine Bank mit grossem Abstand hervor.

Selection

NEWS GANZ KURZ

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

Finma

Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

weitere News