Valartis: Auch 2015 in den roten Zahlen

Der Fehlbetrag belief sich auf 58,4 Millionen Franken, wie die in Baar (ZG) ansässige Valartis Group am Dienstag mitteilte. Im Jahr zuvor war der Verlust mit 73,3 Millionen Franken noch höher ausgefallen. Rein operativ betrachtet verschlechterte sich Valartis leicht.

Der Verlust aus nicht weitergeführten Geschäftsbereichen belief sich auf 3,1 Millionen Franken, jener aus weitergeführten Geschäftsbereichen auf 55,3 Millionen Franken, wie es weiter hiess.

Der Verlust sei im Wesentlichen zurückzuführen auf Wertminderungen auf Immobilienprojekten in Russland sowie auf Goodwill-Positionen und immateriellen Vermögenswerten. Daneben schlug ein deutlich höherer Sachaufwand im Zusammenhang mit der Sanierung der Valartis Group negativ zu Buche.

Gruppe seit November in der Nachlassstundung

Die Gruppe befindet sich seit November in der definitiven Nachlassstundung, nachdem sie in Zahlungsschwierigkeiten geraten war, wie auch finews.ch berichtete.

Der Sanierungsplan sieht vor, die beiden Privatbanken in Österreich und Liechtenstein zu verkaufen und sich als Beteiligungsgesellschaft zu positionieren. Der erfolgreiche Abschluss beider Transaktionen bildet laut Valartis eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Sanierung.

Verkäufe auf der Zielgeraden

Die Gruppe erwartet, dass der beschlossene Verkauf der Valartis Bank (Austria) an die Wiener Privatbank SE Mitte 2016 vollzogen werden kann. Angekündigt wurde im März ausserdem, dass die Valartis Bank (Liechtenstein) von der Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong übernommen wird.

Der Vollzug der Transaktion wird per Ende des zweiten Quartals 2016 erwartet, weshalb ein Gesuch auf Verlängerung der Nachlassstundung eingereicht wurde.

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NEWS GANZ KURZ

Schwyzer Kantonalbank

Die Schwyzer Kantonalbank will mit neuen Fonds-Produkten finanzielle und ethische Ansprüche vereinen. Bis Ende 2016 erhebt die Bank auf die sogenannten Ethikfonds keinen Ausgabeaufschlag.

Crealogix

Das Bankensoftwareunternehmen Crealogix hat für das Verwaltungsrechenzentrum St.Gallen (VRSG) ein Bankingportal für den Government-Bereich entwickelt. Die Zahlungsverkehrslösung deckt die neusten Anforderungen des Schweizer Zahlungsverkehrs ab. Sie lässt sich unabhängig von einem Online-Banking-Tool einsetzen.

Valartis

Die Valartis Gruppe hat den Vollzug der Übernahme der Liechtensteiner Tochter an die Citychamp Watch & Jewellery Group aus Hongkong abgeschlossen. Damit ist die letzte Voraussetzung für die Umsetzung der Sanierungspläne erfüllt.

Aargauer Kantonalbank

Die Aargauische Kantonalbank (AKB) hat in Eigenregie eine neue Anleihe in der Höhe von 200 Millionen Franken aufgelegt. Die Laufzeit beträgt 8 Jahre, der Coupon 0,02 Prozent.

digitalswitzerland

DigitalZurich2025, die Standortinitiative für digitale Innovation, wird zu «digitalswitzerland» umbenannt und damit auf die ganze Schweiz ausgeweitet. Zudem lanciert sie mit «Education Digital» eine Webplattform zu relevanten Aus- und Weiterbildungen rund um das Thema Digital.

Fondsmarkt

Die Schweizer Fondbranche kratzt an der Billionen-Grenze. Wie der Branchendienst Swiss Fund Data vermeldete, erreichte das Vermögen der in der Schweiz gehandelten Anlagefonds letzten August rund 914 Milliarden Franken.

EIB

Die Europäische Investitionsbank finanziert die Forschung am Genfer CERN. Dies, indem sie dem Teilchenbeschleuniger eine Kreditfazilität von 250 Millionen Franken leistet. Das Geld wird zum Bau des nächsten CERN-Grossprojekts benötigt, dem High Luminosity Large Hadron Collider.

Finma

Die Eidgenössische Finanzmarkt-Aufsicht Finma nimmt ihre digitale Zustellplattform in Betrieb. Diese ermöglicht es den Beaufsichtigten und Prüfgesellschaften, Jahresberichte und weitere Dokumente elektronisch einzureichen. Mit SuisseID lassen sich die Dokumente zudem elektronisch signieren.

UBS

Mit einer Performance von durchschnittlich 0,5 Prozent schnitten die Pensionskassen im August leicht besser ab als im Monats-Durchschnitt seit Jahresbeginn. Das stellte der «Pensionskassen-Barometer» der Grossbank fest.

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