AgaNola: «Wandelanleihen schlagen Aktien»

Seit 1994 haben Wandelanleihen eine jährliche Durchschnittsrendite von 7,1 Prozent erzielt, während Aktien bloss 4 Prozent generierten. Die Fakten.

Der historische Vergleich zeigt: Wandelanleihen haben im Vergleich zu Aktien und Anleihen langfristig eine überdurchschnittliche Performance erzielt.

Die Asset-Management-Boutique AgaNola hat den Ertrag von Wandelanleihen anhand des UBS Global Convertible Index (USD) seit dessen Einführung 1994 berechnet. In diesem Zeitraum haben Wandelanleihen eine Rendite von rund 200 Prozent (7,1 Prozent pro Jahr) abgeworfen und damit besser abgeschnitten als Aktien (87 Prozent respektive 4 Prozent Jahr) und Anleihen (175 Prozent respektive 6,5 Prozent). Dazu Bilder 1 und 2:

Historische Kennzahlen seit 1. Januar 1994

Grafik_1

Legende zu Bild 1

1 Wandelanleihen: UBS Convertible Global (UCBIGLBL Index)

2 Aktien Welt: MSCI Daily TR Net World USD (MXWO Index)

3 Anleihen Welt: J.P. Morgan Global Aggregate Bond Index - Total Return Unhedged USD (JGAGGUSD Index)

4 Sharpe Ratio: Der risikolose Zinssatz zur Berechnung der Überrendite wird durch den 1 Monats LIBOR abgebildet

 

Performance seit 1. Januar 1994

Grafik_2

Die vergleichsweise attraktive Performance der Wandelanleihen ist umso erstaunlicher, da sie mit einem deutlich geringeren Risiko einherging als bei Aktien, wie der folgende Vergleich zeigt:

1. Die Volatilität der Wandelanleihen (10,5 Prozent) ist tiefer als diejenige der Aktien (16,8 Prozent).

2. Der maximale Verlust fällt bei Wandelanleihen (-41 Prozent) geringer aus als bei Aktien (-58 Prozent).

3. Wandelanleihen haben sich deutlich rascher aus Krisen erholt als Aktien: Bei der Marktkorrektur von 2000/2001 erreichten die Wandelanleihen innerhalb von nur drei Jahren nach dem Tiefpunkt wieder ihren Höchstwert, während Aktien dafür fünf Jahre brauchten. Dazu Bild 3:

Performance zwischen 1. Januar 2000 und 30. Juni 2006

Grafik_3

4. Auch in der jüngsten Korrektur von 2008/2009 haben Wandelanleihen schon beinahe wieder ihre Pre-Crash-Niveaus erreicht, während Aktien immer noch mehr als 30 Prozent unter ihren Höchstwerten notieren. Dazu Bild 4:

Performance zwischen dem 1. Januar 2008 und 31. Dezember 2009

Grafik_4

Liquidität des Wandelanleihenmarktes

Bei vergleichbarer Rendite und deutlich geringerem Risiko scheinen Wandelanleihen die attraktivere Anlageklasse zu sein als Aktien. Nun stellt sich die Frage nach der Grösse bzw. der Liquidität des Wandelanleihenmarktes, worauf im Folgenden eingegangen wird:

Marktgrösse und Diversifikation

Grafik_5Der Markt für Wandelanleihen weist eine Grösse von über 500 Milliarden Dollar auf und ist über verschiedene Regionen und Sektoren breit diversifiziert. Die USA und Europa repräsentieren ungefähr 50 Prozent respektive 25 Prozent des Marktes, Asien ungefähr 25 Prozent. Dies entspricht in etwa der Asset-Allokation des MSCI World.

Hinsichtlich des Schuldnerrisikos ist der Markt der Wandelanleihen gleichmässig aufgeteilt in Investment-Grade-Anleihen, Non-Investment-Grade-Anleihen und Wandelanleihen ohne Rating.

Jährlich werden für rund 100 Milliarden Dollar neue Wandelanleihen emittiert. Aufgrund des zunehmenden Finanzierungsbedarfs, vor allem aus den aufstrebenden Ländern, wird ein starkes Wachstum auf der Angebotsseite erwartet.

 

Investorenbasis

Grafik_6Zu Beginn der jüngsten Finanzkrise Mitte 2008 machten der Eigenhandel der Banken und Hedge Funds ungefähr 75 Prozent der Investoren aus.

Aufgrund der starken Reduktion der investierbaren Mittel (aufgrund strengerer Eigenkapitalvorschriften der Banken) und der Einschränkung des Fremdkapitaleinsatzes (Leverages) für Hedge Funds wurde die Konzentration auf diese beiden Investorklassen deutlich vermindert.

 

Heutzutage ist der Markt für Wandelanleihen auf eine breitere Investorenbasis abgestützt und erfreut sich nicht zuletzt wegen der beachtlichen Performance im Jahr 2009 einer wachsenden Nachfrage.

Fazit

  1. Wandelanleihen bieten ein äusserst attraktives Rendite/Risiko Profil, gute Diversifikationsmöglichkeiten sowie eine stetig wachsende Liquidität.
  2. Die Komplexität der Anlageklasse ist aber nach wie vor beträchtlich höher als im Aktien- und im Anleihenmarkt. Deshalb ist bei der Investition in Wandelanleihen Vorsicht geboten.
  3. Es empfiehlt sich, auf einen spezialisierten Anbieter mit langjähriger Erfahrung zu setzen.

 


Die AgaNola AG ist eine unabhängige, inhabergeführte Asset-Management-Boutique, die sich auf Convertibles fokussiert. Die derzeit acht Mitarbeitenden am Sitz in Pfäffikon/SZ sind allesamt ausgewiesene Spezialisten; das Investment-Team verfügt im Bereich Convertibles über einen langjährigen Leistungsausweis.

AgaNola versteht sich als Vorreiter in der Weiterentwicklung der bedeutenden Anlageklasse der Convertibles und verbindet das Management von innovativen, erstklassigen Produkten und Mandaten mit einem überdurchschnittlichen Kundenservice.

Bestellen Sie die vollständige Studie online unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch über +41 44 560 77 00.

 

 

 

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NEWS GANZ KURZ

Geldwäscherei

Das vierte GAFI-Länderexamen zur Bekämpfung der Geldwäscherei und Terrorismus-Finanzierung stellt der Schweiz ein gutes Zeugnis aus. Nur Italien und Spanien schnitten bisher besser ab. Kritisiert wurde etwa, dass hierzulande der Schwellenwert für Bargeld-Transaktionen bei 25'000 Franken liegt. Das ist mehr als der vorgesehene GAFI-Schwellenwert von 15'000 Dollar.

Swiss Life

Der Immobilienfonds von Swiss Life REF Swiss Properties kauft eine Immobilie in der Innenstadt von Basel. Damit steigt der Wert des Immobilienportfolios auf 620 Millionen Franken. Zur Finanzierung weiterer Akquisitionen will Swiss Life dem Fonds weitere 100 Millionen Franken zuführen. Dies soll über eine Kapitalerhöhung geschehen. Geplant ist die Emission neuer Anteile mit einem Bezugsverhältnis von 5:1.

Temenos

Die staatliche ägyptische Housing and Development Bank, einer der grossen Hypotheken-Institute im nahöstlichen Land mit 1,5 Millionen Kunden, ist auf das Kernbanken-System von Temenos migriert. Der Genfer Bankensoftware-Hersteller wurde dabei von der ägyptischen Partnerfirma Masaref unterstützt.

Finma

Die Eidgenössische Finanzaufsicht revidiert ihre Anforderungen an die externe und interne Auslagerung von Bankdiensten. An systemrelevante Banken werden für die Auslagerung kritischer Dienstleistungen nochmals erhöhte Anforderungen gestellt.

UBS

Die Grossbank muss nach einem Entscheid der amerikanischen Finanzbehörde Finra weitere 18,5 Millionen Dollar an Investoren in Puerto-Rico-Anleihen zahlen. Nach hohen Verlusten auf den Papieren sieht sich die Bank nicht abreissen wollenden Forderungen ausgesetzt. Laut Medienberichten ist dies die höchste Einzelzahlung, welche die UBS in dem Fall bisher leistete.

Gottex

Der angeschlagene Vermögensverwalter Gottex will den Nennwert seiner Aktien von 1 auf 0,10 Franken senken. Darüber sollen die Aktionäre am 30. Dezember an einer ausserordentlichen GV befinden. Das Unternehmen hat erst kürzlich die zweite Runde einer Rekapitalisierung abgeschlossen.

Generali

Im Verlaufe des Jahres 2017 werden zentrale Funktionen von Generali Schweiz in Adliswil ZH zusammengeführt. Dazu werden rund 100 Stellen aus Nyon VD dorthin verschoben, wie auch finews.ch berichtete. Nun hat der Versicherer ein Konsultations-Verfahren eröffnet. Die gewählte Arbeitnehmer-Vertretung startet umgehend mit den Arbeiten.

Bellevue

Der BB Healthcare Trust ist an der London Stock Exchange mit einem Volumen von 150 Millionen Pfund gelistet. Der erste Handelstag ist der 2. Dezember. Portfoliomanager des Trusts ist Bellevue Asset Management.

Acron

Die auf Immobilieninvestments spezialisierte Acron hat den Kauf des projektierten Sheraton Fisherman‘s Wharf Hotels im kalifornischen San Francisco abgeschlossen. Das gesamte Investitionsvolumen bewegt sich im mehrfachen, dreistelligen Millionenbereich und stellt damit das bisher grösste Einzelinvestment der Acron-Gruppe dar.

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